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Nichts tun : vom Flanieren, Pausieren, Blaumachen und Müßiggehen ; [Begleitbuch und Katalog ; Sonderausstellung 9. Juni bis 5. November 2000]
Entstehung
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TALT- BAN

Vom Spazieren

Kärntnerstraße

Farbfoto nach einem Diapositiv, um 1975

Magistrat der Stadt Wien, Magistratsabteilung 19: Stadtgestaltung

Im August 1974 wurde die erste Fußgängerzone Wiens in der Kärntner-straße eröffnet. Viele Geschäftsleute und Bezirkspolitiker leisteten zu-nächst Widerstand gegen das Projekt. Man befürchtete, die Einkaufs-straße werde ohne Autos veröden; außerdem kritisierte man Beleuch-tungskörper, Bepflanzung und vor allem den von Wilhelm Holzbauergestalteten Brunnen, der als, Grabmal des unbekannten Fußgängers"bezeichnet wurde. Er ist mittlerweile ersetzt.

Fußgängerzone Graben- Ost

Tuschzeichnung der projektierten Gestaltung, um 1980

Magistrat der Stadt Wien, Magistratsabteilung 19: Stadtgestaltung

Projektzeichnungen wie diese sind typisch für die Fußgängerkonjunkturder 1970er Jahre. Ohne vorgeschriebene Gehrichtung und ohne Hektikwandeln Silhouetten über die dem Auto abgerungenen Flächen. Es gibtkeinen Unterschied mehr zwischen Gehsteig und Fahrbahn, statt dessenbreitet sich ein parkett- oder teppichartiger Bodenbelag aus. Die Fußgän-gerzone am Graben ist im Vergleich zur Kärntnerstraße bewusst diskretergestaltet worden, um die Dominanz der Pestsäule und der Brunnen nichtzu stören.

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