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GEPRESSTE HORNKNOPFE
In einer" Darstellung des Fabriks- und Gewerbswesens imösterreichischen Kaiserstaate" im Jahre 1823 lesen wir,daẞ" die Knöpfe, welche die Classe der Landleute trägt,meist aus Metall sind. Indessen werden doch von den Knopf-machern zu Leonstein im Traunkreise viele schwarze Knöpfeaus Horn gepreßt", und Mautner- Geramb berichten, daß anden Westen auch" gepreßte beinerne schwarze Knöpfe mitTierfiguren" getragen werden.
Lit. Stephan Edler von Keeẞ( Hg.): Darstellung des Fa-briks- und Gewerbswesens im österreichischen Kaiserstaate.Vorzüglich in technischer Beziehung. Zweyter Theil. Zwey-ter Band. Wien 1823. Seite 126.
Konrad Mautner und Viktor Geramb: Steirisches Trachten-buch. Graz 1935. II.Band, Seite 301.
Zur Herstellung von gepreßten Hornknöpfen
Die Abfälle, die bei der Fabrikation von Kämmen und Bril-lengestellen entstehen, werden in Späne verwandelt und inPreẞformen mit eingravierten Mustern gebracht. Unter einerSchraubenpresse und unter Wärmeeinwirkung werden die Spä-ne zu einer dichten Masse, die die gewünschten Verzierun-gen angenommen hat. Dann werden die Knöpfe herausgeschnit-ten und auf der Drehbank werden die untere Fläche und derRand der Knöpfe abgedreht.
Lit. Joh.Jos. Prechtl( Hg.): Technologische Encyklopädieoder alphabetisches Handbuch der Technologie, der techni-schen Chemie und des Maschinenwesens. Stuttgart 1837.
Achter Band, Seite 414 ff.
106. PRESSFORM FOR HORNKNÖPFE
dabei sind ein fertiger Knopf und ein Halbfabrikat( ein
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