VORWORT
Das Österreichische Museum für Volkskunde hat im Verlauf dervergangenen fünf Jahre eine grundsätzliche Verbesserung seinerRaumverhältnisse dadurch erreichen können, daß sowohl imHauptgebäude, dem Gartenpalais Schönborn, wie auch in den dazu-erworbenen Bauwerken des ehemaligen Luftschutzbunkers imSchönbornpark zu Wien, des Ethnographischen Museums SchloßKittsee und der Arbeits- und Präsentationsstelle in Matters-burg, ausreichend Platz geschaffen werden konnte für den plan-mäßigen Aufbau geordneter und leicht zugänglicher Studiensamm-lungen für die verschiedenen Gegenstandsbereiche volkskundli-chen Sammelns. Die breitangelegte wissenschaftliche und konser-vatorische Aufarbeitung der bislang vielfach unzulänglich de-ponierten Sammlungen ist im Gange. Die Bewältigung dieser Mas-sen volkskundlichen Sammlungsgutes erfolgt schwerpunktmäßig;schrittweise werden einzelne Gegenstandsgruppen aufgearbeitetund alsbald auch für eine schaumäßige Darstellung aufbereitet.Diese Vorgangsweise hat sich inzwischen bewährt, wobei dasvorläufige Fehlen einer großzügigen Ausstellungsmöglichkeitim Museumshauptgebäude uns bislang nur klein bemessene Schrit-te auferlegt hat. In Planung befindet sich deshalb eine ge-räumige Ausstellungshalle auf dem Betonsockel des ehemaligenLuftschutzbunkers im Schönbornpark, wo die schier unerschöpf-lichen Sammlungsreserven des Österreichischen Museums fürVolkskunde einem stets anwachsenden interessierten Publikumin umfangreicheren Schauen dargeboten werden kann und sol-cher Art in der Wiener Josefstadt ein neuer Mittelpunkt kul-tureller Manifestation geschaffen wird.
Vorläufig ist uns nach außen hin noch verhaltene Museumsarbeitauferlegt, welche in unseren Sonderausstellungen, wie wir hof-
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