Druckschrift 
Ist das jüdisch? : jüdische Volkskunde im historischen Kontext ; Beiträge der Tagung des Instituts für Jüdische Geschichte Österreichs und des Vereins für Volkskunde in Wien vom 19. bis 20. November 2009 im Österreichischen Museum für Volkskunde
Entstehung
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Birgit Johler und Barbara Staudinger, Vorwort: Ist das jüdisch?

lern und Museumsfachleuten aus Deutschland, Großbritannien, Israel,Österreich, der Schweiz, Tschechien und den USA sind hier in diesemBand zusammengeführt."

Christoph Daxelmüller( Würzburg) zeigt in seinem Beitrag, wasMax Grunwald, der» Erfinder« der Jüdischen Volkskunde, unter seinemuniversalistischen Ansatz verstand und wie sich dieser auch in seiner-bis heute nicht publizierten- Kulturgeschichte des Judentums nieder-schlug. Grunwald war, so Daxelmüllers These, im Vergleich zu allge-meinen volkskundlichen Forschungen seiner Zeit weit voraus. Ebenfallsmit den Protagonisten der historischen Jüdischen Volkskunde beschäf-tigt sich Magda Veselská( Prag). Veselská setzt sich mit den Anfängendieser Disziplin in den böhmischen Ländern im Spannungsfeld der un-terschiedlichen Rahmenbedingungen der jüdischen Bevölkerung in Böh-men und Mähren auseinander. Neben geographischen, sprachlichen undkulturellen Aspekten berücksichtigt Veselská auch die Entwicklung derallgemeinen Volkskunde um die Jahrhundertwende. Margot Schindler( Wien) untersucht in ihrem Beitrag zum einen die jüdischen Sammle-rinnen und Sammler am Österreichischen Museum für Volkskunde, dieallerdings weniger den Interessen einer Jüdischen Volkskunde denn ei-ner am Museum beheimateten vergleichend ausgerichteten Volkskundefolgten. Zum anderen gewährt sie Einblicke in die disparate und etlicheJahrzehnte unberücksichtigt gebliebene» Judaica- Sammlung<< des Muse-

ums.

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Ulrich Knufinke( Braunschweig) zeigt in seinem architekturhistori-schen Beitrag unter Einbeziehung der zeitgenössischen- auch volks-kundlichen Bauforschung, wie durch Synagogenbauten der Versuchunternommen wurde, jüdische Identität zu konstruieren. Kenntnisse derBaugeschichte und Forschungen zu spezifisch jüdischen Traditionen inder Vergangenheit waren Grundlage für eine bewusste bauliche Anleh-nung an historische Synagogen oder aber auch für Transformationen inzeitgenössische Gestaltungsformen. Schlussendlich sollte mit dem jewei-ligen Synagogenbau eine sichtbare Vorstellung von der Eigendefinitionder jüdischen Gemeinde geschaffen werden.

Mit einem nur kurze Zeit existenten Publikationsorgan aus demKontext jüdischer Kunst und Kultur setzt sich der Beitrag von NaomiFeuchtwanger- Sarig( Ann Arbor/ Tel Aviv) auseinander. Feuchtwanger-

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Die Anordnung der Beiträge folgt dem Tagungsprogramm.

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