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Zerstörte jüdische Gemeinden im Burgenland - eine Spurensicherung am Beispiel Kittsee : Begleitvorträge zur Ausstellung vom 13. Dezember 2003 bis 7. März 2004 ; [Ethnographisches Museum Schloss Kittsee]
Entstehung
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R. Jizchak Kittsee und dessen Sohn R. Chaim Kittsee bekleideten dasRabbineramt in mehreren Gemeinden Ungarns und Rabbi Chaim ver-öffentlichte mehrere Werke, die sich weiter Verbreitung erfreuten.

Aus Kittsee stammt auch R. Michael Kittsee, der nach seiner Heirat indas benachbarte Preßburg übersiedelte, wo er bis zu seinem Tod blieb.Obwohl er kein öffentliches Amt bekleidete und seinen Lebensunter-halt mit én gros- Handel verdiente, genoss er hohes Ansehen als hervor-ragender Tora- Gelehrter und veröffentlichte mit der begeistertenZustimmung von R. Mosche Sofer zwei voluminöse Bände über seineTalmudstudien.

R. Mendel Cohen- Katz war ein wohlhabender Kaufmann und ehren-amtlicher Rabbinatsverweser in Kittsee. Er war Schüler des R. Jeches-kiel Landau. Bis zur Ankunft des neuen Rabbiners erfüllte er das Amtdes Gesetzeslehrers. R. Salman Bonyhard stand ihm als Richter zurSeite. Dieser übersiedelte später nach Preßburg, um dort dieselbeFunktion auszuüben.

R. Arje Jehuda Löb- Popper folgte Rabbi Broda in Kittsee. Er stamm-te aus Ungarn und hatte vor seinem Amtsantritt in Kittsee schon inanderen Gemeinden das Rabbinatsamt bekleidet. Er war ein berühm-ter Gelehrter und hatte zahlreiche Schüler, die im Laufe der Jahre vonverschiedenen Gemeinden Österreich- Ungarns ins Rabbinat berufenwurden. R. Löb- Popper wirkte etwa 20 Jahre in Kittsee. Er führte einenausgedehnten Briefwechsel mit R. Mosche Sofer und wird in dessenResponsen mehrmals erwähnt. Er starb in Wien 1847 und wurde inKittsee beerdigt.

R. Meir Abeles bekleidete fast die gesamte zweite Hälfte des 19. Jahr-hunderts das Rabbineramt in Kittsee- eine Periode, die sowohl in deninnerjüdischen Beziehungen als auch im Verhältnis der Völker zu denJuden zahlreiche Änderungen mit sich brachte. R. Abeles war einSchüler des R. Sofer von Preẞburg, von dem er die Lehrerlaubniserhielt. Er wurde auch von dessen Sohn, R. Schimon Sofer, dem Amts-nachfolger seines Vaters, als rabbinische Autorität anerkannt. R. Abe-les stand nicht nur in engen Beziehungen zur benachbarten Gemeindevon Preẞburg, sondern auch zu R. Esriel Hildesheimer, der in den 50erund 60er Jahren der Gemeinde von Eisenstadt als Rabbiner vorstand.Als R. Abeles im Alter erblindete und, die Zügel lockern" musste,

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