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Zerstörte jüdische Gemeinden im Burgenland - eine Spurensicherung am Beispiel Kittsee : Begleitvorträge zur Ausstellung vom 13. Dezember 2003 bis 7. März 2004 ; [Ethnographisches Museum Schloss Kittsee]
Entstehung
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Vorwort

Veronika Plöckinger

Von März bis Juni 1993 veranstalteten die Burgenländischen Volks-hochschulen eine Wanderausstellung mit Begleitprogramm unter demProjekttitel ,, Zerstörte jüdische Gemeinden im Burgenland. Eine Spu-rensicherung". Erarbeitet wurden die Texte zu den ehemaligen jüdi-schen Gemeinden von Studentinnen und Studenten des Instituts fürVolkskunde der Universität Wien im Rahmen ihrer Seminararbeiten,die als Ausstellungsdokumentation am Institut gezeigt wurden. Ohneden Anspruch auf Vollständigkeit und einer umfassenden Darstellungder Geschichte des Judentums im Burgenland zu erheben, übernahmenund präsentierten die Burgenländischen Volkshochschulen in der Folgediese Ausstellung in den 12 Gemeinden des Burgenlandes, deren jüdi-sche Gemeinden die Basis der Arbeiten bildeten.

10 Jahre danach wurde die inhaltlich überarbeitete und neu gestal-tete Ausstellung wieder präsentiert. Die erneute Spurensuche" zeigt,dass sich einiges verändert hat: Jüdische Friedhöfe werden gepflegt,neue Gedenktafeln und Gedenkstätten erinnern an die jüdische Bevöl-kerung im Burgenland, immer mehr Wissenschaftler/ innen und Betrof-fene nehmen sich des Themas an. Trotzdem gibt es noch Unbearbeite-tes und es fehlen noch einige Informationen, um ein vollständiges Bildüber das Judentum im Burgenland geben zu können.

Im Winter 2003/4 war diese Dokumentation im EthnographischenMuseum Schloss Kittsee zu sehen. Sie sollte Einblick und Überblickgeben: über die Entwicklung der ehemaligen jüdische Gemeinden,über einzelne Aspekte des jüdischen Lebens, über die heute noch sicht-baren Spuren der jüdischen Kultur und des jüdischen Lebens. Der Aus-stellungsort Kittsee war aufgrund der jahrhundertelangen Geschichtedes Ortes als Sitz einer aktiven jüdischen Gemeinde besonders pas-send.

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Kittsee genauer zu beleuch-ten war die Aufgabe der drei Begleitvorträge, die auf großes Interessebei der lokalen und regionalen Bevölkerung stießen. Der Vortrag von

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