ten 1880 nur mehr 111 Juden in Kittsee, bis 1938 sank die Zahl aufknapp über 60.
Die Judengemeinden des Burgenlandes waren klein, die Gesamt-zahl ihrer Seelen erreichte kaum die Anzahl der Juden in einem einzi-gen Wiener Bezirk. So lebten Mitte des 19. Jahrhunderts auf demGebiet des heutigen Burgenlandes etwa 8000 Juden.
Eine traurige Statistik
In den Ghettos Frauenkirchen, Gattendorf und Kittseegab es 1842 1472 jüdische Seelen
1857 1445
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1876 1399
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1890 1304
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1900 1026
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1920 750
1934 691
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19511969
5
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Abb. 3: Statistik aus Hugo Gold: Gedenkbuch der untergegangenen Judengemeinden desBurgenlandes(= Geschichte des österreichischen Judentums, Bd. 2). Tel Aviv 1970.
Nach der Revolution 1848 endete die„, Schutzjudenschaft“. Das Jahr1867 brachte für die Juden der neuen österreichisch- ungarischen Dop-pelmonarchie die Emanzipation, also die volle bürgerlich- politischeGleichberechtigung mit den Nicht- Juden. Im Gegensatz zum damali-gen Österreich wurde in Ungarn 1895 der jüdische Glaube den christ-lichen Konfessionen gleichgestellt, wodurch die Juden ebenfalls in denGenuss von staatlichen Subventionen für jüdische Religions- undErziehungseinrichtungen kamen. Das war auch nach 1921, als das Bur-genland zu Österreich kam, so.
Kittsee war von 1921 bis 1938 eine autonome orthodoxe israeliti-sche Kultusgemeinde. An objektiven Quellen, die ein unparteiischesBild von den Geschicken der jüdischen Gemeinde Kittsee vermittelnkönnten, fehlt es fast gänzlich. Lediglich aufgrund schriftlicher Zeug-nisse wie Register, Rechnungsbücher, Gerichtsprotokolle etc. lässt sichdas Geschehen in der Gemeinde rekonstruieren.
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