,, Tučem, tučem mak,
ale nevím jak;
pověz ty mi, staro babo,
jak sa tuče mak."
( Ich stoße, stoße Mohn,aber weiß nicht wie;
sag mir altes Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib,
wie man stoẞet Mohn.)
Früher wurde jede Arbeit im Namen Gottes angefangen. Heutzutageist die Wendung„ In Gottes Nam, gehm wirs an!' wohl in den meistenFällen zur bloßen Formel geworden.
b) Gruß und Fluch
Deutsche und Slowaken wünschen einander einen„ Guten Morgen( dobré ráno)"," Guten Tag( dobrý den)"," Guten Abend( dobrý večer)",,, Gute Nacht( dobru noc)", außerdem sagen sie gern„ Grüß Gott( pozdravpan buh)". Sie grüßen den Geistlichen mit„ Gelobt sei Jesus Christus( Pochválen bud pan J. Ch.)". Manchmal hört man auch„ Hab die Ehre!( maucta!)",„ Adieu!"„, S bohem!( mit Gott)".„ Auf Wiedersehen" ist jün-geren Datums und wird in der Slowakei nicht gebraucht. Dagegen war derGruß ,, Ruku libám( Küß die Hand)" besonders gegen höher gestellte Leuteüblich, dem auch, wenn man es nicht geschickt zu verhindern wußte, dieTat folgte. Der Slowake grüßt den Bekannten bei der Arbeit mit„ PomožPanbuh!" ,, Servus" ist aus der Studentensprache eingedrungen,„, Grüaß di"und ,, Pfüat di"( Behüte dich[ Gott]) sind ebenfalls nicht bodenständig.
Aus der Erinnerung gemeinsam erlebter Drangsal beider Völker ent-stand mitunter das Gegenteil des Grußes, des Segenswunsches: der Fluch.Kruzitürken! Kuruzzen und Türken! Zwei Namen, die im Gedächtnis desGrenzvolkes mit Raub, Mord und Brand einen üblen Klang haben.
Das Fluchen als Ventil für aufgespeicherten Groll wäre wohl verständ-lich, solange es mit Maß geschieht. Den Slowaken kann man dieses Maẞ-halten nicht nachsagen. Ihnen genügt es z. B. nicht, eine Frauensperson,, kurva"( Hure) zu schimpfen, sie sagen:„, kurva kurvatska", also„ Hur,hurige!" Ebenso„ ošklivetz ošklivy", also„ ehelhaftes Ekel!" Außerdemhaben sie von den Ungarn die unflätigsten Flüche gelernt, die man kaumwiedergeben kann.„ Jevem ti dušu!" ist noch der harmloseste.
Sonst begnügt man sich meist damit, einem heiligen Begriff zornigenAusdruck zu verleihen; von Gott bis zum„ heiligen Strohsack!" finden wireine Skala der verschiedensten mehr oder minder anstößigen Wörter.Ebenso sind die„ Kosenamen", die der Unwille prägt, vom geläufigen Tier-vergleich bis zum„ Arschkappelmuster", von außergewöhnlicher Mannig-faltigkeit und zeugen in ihrer Anschaulichkeit von erstaunlicher Phantasie.Wir müssen uns begnügen, eine kleine Auswahl zu treffen:
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Flüche: Kruzitürken! Kruzifix!( Cruci fixus der Gekreuzigte),Kruzineser!( Kuruzzen und Chineser!), Alleluja- Bomben- Stern und Pulver-turm! Donner und doria! Sakra!( sacrum heilig), Himmel- Kreuz- Donner-wetter! Jessas Marand Josef!( Jesus, Maria und Josef! Panenko Maria!),Heiliger, trags nachi! Kreuz Teufel! Verflixt und zugenäht! VerfluchteKatzkralle! Verdammt! Da schlag das Wetter drein! Schaẞ! Schoaß!( prd!)
Schimpfwörter: Esel!( osel), Dummkopf!( Blbetz), Narr!( blazen),A... loch! Lausbub! Rotzfink!( ripák), Krüppelspiel Glossar ::: zum Glossareintrag Krüppelspiel! Mistvieh!( podvoro),Tepp! Tappschädl! Aufgestellter Hehnadreck! Scheißkerl! Chmulo, Žabo
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