Baba Marta, der 1. März( baba= Großmutter und mart= März)
Baba Marta ist eine mythologische Personifizierung des Monats Märzund des Frühlings. Ähnlich dem Wetter im März hat sie ein launen-haftes Wesen. Um sie zu erweichen, begrüßen die Frauen ihrenersten Tag mit„ rein und rot": Jede fegt ihren Hof, verbrennt den Müllund hängt rote Tücher und Schürzen auf den Zaun ihres Hofes. AmTag gehen nur Mädchen und jungvermählte Frauen auf die Straße,damit sich Baba Marta über deren Jugend und Schönheit freut undschönes Wetter bringt.
Nach altem Brauch tragen die Bulgaren heute noch am 1. Märzmartenizi- gezwirnte rote und weiße Fäden. Dazu werden auch eineblaue Perle, ein Goldstück und Kornelkirschknospen gebunden. Mitder Marteniza werden das rechte Handgelenk der Kinder, die Zöpfeder Mädchen, die Kopftücher der jungvermählten Frauen, sowieBäumchen und die Hörner der Haustiere geschmückt. Sie wirdgetragen, bis die ersten Störche, Schwalben oder Kuckucke fliegen.Dann wird sie ins Hühnernest, unter einen Stein oder auf einenObstbaum gebracht. Die Bulgaren glauben an die starke Zauberkraftder Marteniza und benutzen sie das ganze Jahr bei großen Kalender-und Familienfeiern, sowie für die Heilung verschiedener Krankheiten.
46
46