Verein ,, Freunde des Hauses Wittgenstein"und Bulgarisches Forschungsinstitutin Österreich
Christo Choliolčev
Der Verein„ Freunde des Hauses Wittgenstein" und das statuten-mäßig eng mit diesem verbundene Bulgarische Forschungsinstitut inÖsterreich wurden im Jahre 1977 gegründet und haben seitdem ihrenSitz im Haus Wittgenstein in Wien. Zum damaligen Proponentenko-mitee zählten Univ.- Prof. DI Carl Auböck( Wien, Architekt), Univ.-Prof. Dr. Ivan Galabov( Philologe und Archäologe, Salzburg) undProf. Georg Samanov( Musiklehrer, Wien). Als erster Vereinspräsi-dent wurde Carl Auböck gewählt, der bis zu seinem Ableben 1993die Aktivität des Vereins und Instituts ehrenamtlich lenkte. Danachübernahm HR i.R. Dr. Karlheinz Mack( Historiker, Wien) die Funktiondes Vereinspräsidenten und hat diese ehrenamtliche Position bisheute inne.
Das Institut wurde von Anfang an von bulgarischen Wissenschaftlerngeleitet. Die Direktoren waren Univ.- Prof. Dr. Ivan Galabov( 1977-1978), Univ.- Prof. Dr. Christo Danov( Historiker, Sofia, 1979-1981),Univ.- Prof. Dr. Snežka Panova( Historikerin, Sofia, 1982-1984),Univ.- Prof. Dr. Vasil Gjuzelev( Historiker, Sofia, 1984-1989) sowieUniv.- Doz. Christo Choliolčev( Philologe, Sofia, 1990-1999). Alsstellvertretende Direktoren waren Univ.- Prof. Dr. Milčo Lalkov( Histo-riker, Sofia, 1977-1980), Snežka Panova( 1980-1981) und ChristoCholiolčev( 1984-1989) tätig.
Das BFIÖ entwickelt seine Aktivitäten in den Bereichen Geschichteund Kulturgeschichte( Bulgarien und Österreich- Ungarn bzw. Öster-reich, Bulgarien und Mitteleuropa, Bulgarien und die Balkanländer),Volkskunde, Sprach- und Literaturwissenschaft, Philosophie( dasphilosophische Erbe Ludwig Wittgensteins) sowie Archivwesen. DasInstitut hat allein oder in Kooperation mit verschiedenen bulgari-schen, Österreichischen und internationalen Institutionen zwischen1978 und 1998 insgesamt 42 Tagungen und fünf Dokumentarausstel-lungen( in Österreich und Bulgarien) initiiert, vorbereitet und durch-geführt. Im Rahmen des 1985 eröffneten„ Lectorium Bulgaricum"wurden bis dato 74 wissenschaftliche und populärwissenschaftlicheVortragsabende mit Referenten aus Bulgarien, Österreich und ande-ren Ländern Europas und aus Nordamerika organisiert.
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