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Post vom schönen Österreich : eine ethnographische Recherche zur Gegenwart
Entstehung
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Geld machen. Schon eher haben Fremdenverkehrsvereine,früher: Verschönerungsvereine, die bestimmende Deu-tungsrolle übernommen: Alles Wissenswerte erfahren Sieauf Anfrage"( Nr. 25). Auch wenn dieser Satz auf eineerhoffte Zimmerbestellung zielt, ist er charakteristisch.Aber dieser Verweis trifft nicht wirklich den Punkt. NeueBegriffe haben längst in den lokalen SprachgebrauchEingang gefunden. In Vomp in Tirol ist Identitätsfin-dung" angesagt, und das zeitgerechte Angebot an alleermöglicht, sich dafür aus der gemeindeeigenen Quelle zulaben( Nr. 106).

,, Es ist nichts besonderes" schreibt die Gemeinde Kirch-berg, Bezirk Hermagor, Kärnten( Nr. 125). Und in eineranderen Einsendung wurde Österreich zu anderemZweck zwar- in festlicher Aktion symbolisch zusammen-geschweißt"( Nr. 136). Man mag diese wenigen Aus-schnitte als Zusammengetragenes einer niederen Mytho-logie", als millennarische Volkshistorie" 21 des Staatswe-sens zum Zeitpunkt seiner vielbemühten Namensgebungverstehen.

1 Salzburger Volksblatt, 10. August 1933.

2 Michael Haberlandt: Jahresbericht des Vereines unddes Museums für Volkskunde für das Jahr 1933.In: Wiener Zeitschrift für Volkskunde, 39( 1934), S. 35.3 Wiener Bilder, 14. April 1935.

4 Heimatland, 4( 1935), S. 44.

5 Vgl. zum Begriff Gottfried Korff: Osterhase& Co. ZehnAnnotationen zur niederen Mythologie des Bürgertums.

In: Ueli Gyr( Hg.): Soll und Haben. Alltag und Lebensformenbürgerlicher Kultur. Festgabe für Paul Hugger. Zürich 1995,S. 77-95.

6 Der Standard, 20./21. August 1994.

7 Vgl. Johanna Rolshoven/ Martin Scharfe( Hg.):Geschichtsbilder. Ortsjubiläen in Hessen

(= Beiträge zur Kulturforschung 1). Marburg 1994.8 Reinhard Johler/ Bernhard Tschofen: Brücke, Bergwerk,Berefarii. Wiener Urbanität im Diskurs- ein Superlativder Normalität? In: Zeitschrift für Volkskunde, 91( 1995),S. 202-222.

9 So war geplant, jeder österreichischen Gemeinde eineOstarrichi- Urkunde zu überreichen.- Kulturberichte,Dezember 1994, S. 5

10 Ein Dorf dreht durch". In: Wiener, Nr. 189, 2/96, S. 46 f.11 Günter R. Burkert/ Josef Riegler: Ländlicher Raum

woher wohin? Bd. 1: Selbstlernmaterialien. Wien 1991;Dorferneuerung gestern- heute- morgen

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(= Club Niederösterreich 4/5, 1995).

12 Walter Zschokke: Geburtswehen der Urbanität.

In: Die Presse, 9. Dezember 1995.

13 Schönes Österreich. Heimatschutz zwischen Ästhetik

und Ideologie. Sonderausstellung(= Kataloge desÖsterreichischen Museums für Volkskunde 65). Wien 1995.14 Exemplarisch für Tirol Wolfgang Pfaundler: TirolerJungbürgerbuch, hg. v. Land Tirol und den GemeindenTirols. Innsbruck 1989, S. 245-246( Stadtwappen) u.247-269( Gemeindewappen).

15 Um nur eine Momentaufnahme zu erwähnen: H. Jäger-

Sunstenau: Bericht. In: Archivum Heraldicum, 82( 1968), S. 46.16 Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte und MärkteOberösterreichs. Linz 1958; ders.: Die Wappen der Städteund Märkte Oberösterreichs. 1. Nachtrag. Linz 1963; ders.:Die Wappen der Städte und Märkte Oberösterreichs.2. Nachtrag. Linz 1970.

17 Waidhofner Heimatbuch. Eine Heimatkunde desVerwaltungsbereiches Waidhofen an der Thaya.Waidhofen an der Thaya 1929, S. VII.

18 Josef Blau: Der Heimatforscher. 2. umgearbeitete undbedeutend erweiterte Auflage des Buches Der Lehrerals Heimatforscher". Prag- Wien- Leipzig 1920.19 Edgar Weyrich: Das Heimatbuch. Eine erste Einführungin diese wichtige pädagogische Tagesfrage. Wien 1920.20 Ludwig Dörner: Etwas über Heimatbücher. In:

Österreichische Bürgermeister- Zeitung, 10, 1961.

21 Claus Leggewie: Millenniumsdämmerung über Österreich.In: Transit, H. 10,( 1995), S. 29-44.

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