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Gedenkschrift für Leopold Schmidt (1912 - 1981) zum 70. Geburtstag
Entstehung
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Frucht seiner Arbeit am Wissenschaftsgeschichtlichen Archiv derVolkskunde rasch den zweiten Teil der Leopold Schmidt- Bibliographiefür die Jahre 1977 bis 1982 mit nunmehr insgesamt 4112 bibliographi-schen Einzelnachweisen, alle durch vier Register aufgeschlüsselt. Wei-ters gelangt der fundamentale Aufsatz von Leopold Schmidt selbst,,, Die Volkskunde als Geisteswissenschaft" aus dem Jahre 1947 hierzum Wiederabdruck. Es erfolgte darin seinerzeit die anschauungs-mäßige und methodische Neubestimmung der Volkskunde als Grund-wissenschaft wie auch die Erneuerung ihres Stoffes.³) Die Definitionder Volkskunde als ,, Wissenschaft vom Leben in überlieferten Ordnun-gen", welche heute zum festen theoretischen Rüstzeug unseres Fachesgehört und längst schon in den allgemeinen Enzyklopädien aufscheint,wurde dort formuliert.6) Mit diesem Grundsatzartikel hatte vor 35 Jah-ren alles so richtig begonnen. Darüber hinaus soll in dieser kleinenGedenkschrift versucht werden, in drei Nachrufen, die während derFeierlichen Gedenksitzung vom 19. März 1982 im Verein für Volks-kunde gesprochen werden, die Person und das wissenschaftliche undwissenschaftsorganisatorische Wirken von Leopold Schmidt dochwenigstens zu umreißen. Drei Männer der Wissenschaft und der höch-sten Bundesverwaltung, über Jahrzehnte hinweg Wegbereiter, Mit-streiter, Mitverantwortliche, Partner und Freunde des Verstorbenen,umschreiben und werten jeweils einen Wirkenskreis aus dem großenLebenswerk Volkskunde von Leopold Schmidt: ,, Leopold Schmidt unddie Österreichische Akademie der Wissenschaften" von Univ.- Prof.DDr. Herbert Hunger, Präsident der Österreichischen Akademieder Wissenschaften, Leopold Schmidt und die Museen" von Ministe-rialrat Dr. Carl Blaha, Leiter der Abteilung der Museen und Samm-lungen des Bundes des Bundesministeriums für Wissenschaft und For-schung und Ausschußmitglied des Vereins für Volkskunde, und für dieUniversität Wien und für den Verein für Volkskunde Univ.- Prof.Dr. Richard Pittioni, Alt- und Ehrenpräsident des Vereins fürVolkskunde in Wien und Mitglied des Kuratoriums der Österreichi-schen Akademie der Wissenschaften für das Institut für Gegenwarts-volkskunde.

Unsere Gedenkschrift kann Zugänge zum Leben und wissenschaft-lichen Werk von Leopold Schmidt öffnen helfen, die wirkliche Bewer-tung der Persönlichkeit und des wissenschaftlichen Ertrages eines er-füllten hohen Gelehrtendaseins für die Volkskunde wird ihr wegen derKürze des persönlichen und zeitlichen Abstandes vorerst versagt seinmüssen. Leopold Schmidt war wissenschaftlich grundsätzlich historischeingestellt und hat auch seine Arbeiten eigentlich stets bewußt einge-

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