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anderen nur mit dem„, Zusammenputzen", der Verfeinerung des Rohentwurfes undUrbildes, schließlich bekam es der Maler, der nun das entsprechende ,, Milieu":Vorder- und Hintergrund, Staffage, Baumgruppen, angedeutete Wege usw.dazumalte. Das nunmehr fertiggestellte Bild wanderte dann in die Hände derHausierer und Händler, die es dann in aller Welt verbreiteten.
Zur Arbeit der„ Aufleger" gehörte vor allem die Beschaffung der Federn.Je nachdem ein Bild natürliche oder künstliche Federn( durch Farbstoffegefärbte Gans- oder Taubenfedern) erhielt, unterschied man Naturbilder( Vögel)oder künstlich ge-
färbte. Die zweite
Arbeit war danndas Auflegen derFedern auf das,, Auflegepapier",einem groben, miteiner dicken Lö-sung von feinemTalk und Leim-wasser überstri-chenen Papier, dasdie Vorzeichnun-gen( Vorlagen,Modelle) enthielt.Auf diese wurdennun die einzelnenFedern mit Leimoder Tragant über-einandergeklebt
und dann ge-
trocknet.
Fig. 4.
Federbild eines Laubfalken, Egerland.
der natürlichen Größe.
Solche grobe Erstlingsbilder ohne Malerei hieß man ,, Blößlinge“.
Diese Blöẞlinge kamen nun zum ,, Zusammenputzer". Schon der Name be-sagt, daß seine Arbeit ein Verfeinern und Verbessern war, ein Aufputzen!Das grobe, geleimte Auflegepapier wurde durch das eigentliche Vogelpapier",einer besseren Papiersorte, ersetzt, dann etwa vorstehende Federn festgeleimt( ,, zusammengestrichen“), die Vögel flachgepreßt und so dem Maler übergeben,der nun die einzelnen Teile des Vogels, Schnabel, Füße, Augen, und die um-gebende Natur dazumalte, und nach nochmaliger Prüfung und Musterung mitNamen, Versen, Devisen versah. Damit war nun das Vogelbild fertig, das inverschiedenen Größen( ,, ganze Bogen" oder„ große" von 10 Zoll Länge und3 Zoll Breite ,,, halbe",„ Quart" und ,, die kleinen") und zu verschiedenen Preisenerschien( 100 große 18 fl., halbe 10 fl., Quart 5 fl.). Von den kleineren Stückenerschienen mehrere Sorten. Sehr beliebt waren insbesondere Eichenblätter( ge-rippte Blätter mit aufgeklebten Bildern), dann allerlei Gelegenheits- und Gratu-lationskarten, auch Briefpapiere usw. Als Muster ist das Federbild eines Laub-falken in Fig. 4 obenstehend abgebildet.