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Bei den Eskimos Glossar ::: zum Glossareintrag Eskimos in Westgrönland : Ergebnisse einer Sommerreise im Jahre 1906
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Eskimohunde Glossar ::: zum Glossareintrag Eskimohunde

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herausgeschnitten und es selbst in das Meer versenkt, da dasFleisch des Fisches nur im äußersten Notfall den Hunden undnoch viel seltener den Menschen als Nahrung dient. Aus denfrüher erwähnten viereckigen Trögen gelangt der Tran durchversperrbare Abflußrohre in die Fässer, in denen er nachEuropa gebracht wird. In der Tranfabrik, die nahezu in jedergrößern Kolonie vorhanden ist, wird mit Schichtwechsel Tagund Nacht gearbeitet. Der Arbeitslohn beträgt durchschnittlicheine dänische Krone( 1 K 40 h in österreichischem Gelde) proTag. Der Besuch eines solchen Etablissements ist keinbesonderes Vergnügen, da die zum Betrieb notwendigenKohlenmassen beinahe jedes Winkelchen ausfüllen und dereigentümliche Trangeruch für unsere Nase auch keinen Hoch-genuẞ bedeutet. Wie mir einmal ein dänischer Beamter ver-sicherte, schmeckt der Tran ebenso wie er riecht, weshalb ichbegreiflicherweise auf jede Kostprobe verzichtete. Er wird inEuropa zur Seifenfabrikation verwendet.

In das sonst so traurige und stille Egedesminde wurdedes öftern durch weithin hörbares Hundegebell etwas Lebengebracht. Es ist der südlichst gelegene Ort der Westküste, indem Hunde gehalten werden. Weiter südlich hat man für dieTiere keine Verwendung, da das Meer dort im Winter nichtso stark zufriert, daß man es, sowie nördlich von hier, mitSchlitten befahren könnte. Die Hunde sind in ihrem Äußernungefähr ein Mittelding zwischen einem Spitz und einem Wolfs-hund( Abb. 9). Trotzdem sie hierzulande das einzige Haustiersind, werden sie von ihren Herren zumeist sehr unsanft behandeltund gewöhnlich reichlich mit Prügeln traktiert. Sie sind feigund hinterlistig, wovon ich mich gelegentlich selbst überzeugenkonnte. Gewöhnlich nähren sie sich von den Abfällen derKüche. Wenn sie aber Hunger haben, fressen sie alles, wasihnen unterkommt, sogar menschliche Exkremente, was ichauch mit eigenen Augen zu meinem großen Erstaunen wahr-nehmen konnte. Begreiflich, daß sich unter solchen Um-ständen kein richtiges Freundschaftsverhältnis zwischen diesemunappetitlichen Tiere und dem Menschen entwickeln konnte.In Egedesminde wurden von diesen Vierfüßlern, während derZeit unseres Aufenthaltes, hundert an der Zahl von dem Grön-länder Jörgen Brönlund für die Ostgrönlandexpedition Mylius