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gründet. Das Verstecken der eisernen Herdgeräte kann auf die Scheu vordem Eisen zurückgehen, das entweihend wirkte, das Beiseiteräumen der Spinn-geräte, der Wäschepracker, der Mörser, Besen usw. hängt bestimmt mit denArbeitsverboten zusammen( vgl.§ 1). Da man während der Feiertage aufdem Stroh sitzt, sind Sessel und Eßscheibe überflüssig und werden, wie ichin der Ls. Gruža selbst gesehen habe, vor das Haus geworfen, also eigentlichnicht versteckt. Die volkstümliche Begründung, daß man die Sessel verstecke,damit sie nicht umfallen und das Vieh dann lahme, ist sekundär und erklärtsich aus der immer wieder hervortretenden analogisierenden Denkweise.Eine andere Begründung, die auch für das Streuen des Strohs vorgebrachtwird, ist die, daß Christus im Stalle geboren worden ist, und daß deshalbdas Haus einem Stall ähnlich gemacht werden muß. Dieses Motiv hat ohneZweifel das Fortleben der Sitte stark begünstigt, die, wie wir unten sehenwerden, auf die primitive Glossar ::: zum Glossareintrag primitive Form des Opfermahls zurückgehen kann.Ein drittes Motiv für das Verstecken ist die Angst vor Behexung gestohlenerDinge[ Pamfile, 24: Die Rumänen verstecken zu W. den Flachs, damit ernicht gestohlen wird].
Umzüge, Weihnachtsspiele und Lieder.
§ 53. Ueber die Koleda- Umzüge der Südslawen liegt eine um-fangreiche, gute Synthese von Ivan Milčetić vor ¹, in der alle wichtigen bisdahin erschienenen Berichte und historischen Nachrichten verarbeitet sind.Deshalb will ich hier bloß auf das später erschienene und das mir zugänglichgewordene handschriftliche Material genauer eingehen und kann mich imübrigen darauf beschränken, die einzelnen Typen der Umzüge in großenZügen zu charakterisieren.
Die ehemals so blühenden und von der Kirche zäh und erbittertbekämpften eigentlichen Koledaumzüge sind heute in den meisten Land-schaften erloschen, vielfach auch schon die Erinnerung daran. In den serbischenHerzländern erklärt sie bereits Vuk für ausgestorben, während sie Dos.Obradović 2, noch erwähnt. Für den heutigen Stand ergibt sich die bemerkens-werte Tatsache, daß die genannte Art der Umzüge in den südlichen undwestlichen Randgebieten( Mazedonien, Dalmatien, kroat. Küste, Istrien) nochfortlebt, während die zentralen Gebiete sie aufgegeben oder durch christlicheFormen( Krippen- und Sternsänger) ersetzt haben.
Ihrem Wesen nach sind die Koleda- Umzüge, deren Teilnehmer Glück-wunschlieder vor den Häusern singen und dafür Gaben erhalten, eineausgesprochene Neujahrssitte, Wort und Sache entstammt den römischenKalendae Januariae. Da Weihnachten durch Jahrhunderte hindurchJahresbeginn war(§ 59), finden wir die Koleda über die ganze W.- Zeit verstreutund zwar in den verschiedensten Formen( Beteiligung Erwachsener beiderleiGeschlechts; vielfach schon herabgesunken zu Kinderumzügen; Masken; Tier-vermummungen, bes. mit Verwendung von Wolfs-, Bocks- und Schaffellen;Einhüllung in grüne Zweige; ein König oder eine Braut im Mittelpunkt).
Betrachten wir nun die wichtigsten der hiehergehörigen Bräuche inden einzelnen Landschaften:
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1 Koleda u južnih Slavena, ZbNŽ XXII( 1917) S. 1-120. 2 Sovětizdravoga razuma, 1783.