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Hier grüßen einander die alten Leute zu Očići: Na dobro ti došli sveti oci!,, Mögen dir die hl. Väter Gutes bringen!" In Bukovica( Dalm.) kennt manbloß noch eine gegenseitige Beschenkung ¹.
Detinjci kennt man auch nicht um Boljevac, im Gebiet Levač undGruža 2.
Nach Vuk Vrčević, der vornehmlich die Bräuche in der Boka und inder Herzegowina im Auge hat, versuchen die Kinder am vorletzten Sonntagvor W., materice, mit einem Strick oder Pferdehalfter die Mutter beim Herd-feuer zu binden, die sich durch Süßigkeiten loskaufen muß. An dem letztenSonntag, Očići, tun sie dasselbe mit dem Vater. Am 28. Dez., Mladijenci,macht die Mutter mit einem belaubten Lorbeer- oder Oelzweig vor Sonnen-aufgang das Kreuzzeichen über das Feuer und schlägt dann die im Bettliegenden Kinder, wobei sie spricht: Pušti zlo a uzmi dobro! Pušti bolest iiade a prifati zdravlje, Laß das Böse fahren und nimm das Gute an! LaßKrankheit und Elend entweichen und erfasse die Gesundheit!" Schließlichbeschenkt sie die weinenden Kinder 3.
§ 16. Um Pirot heißt der Markt am letzten Samstag vor Weihnachtenošav- pazar,„ Dörrobst- Markt", weil man an diesem Tage Obst für Weihnachteneinkauft. Jedes Mädchen, das diesen Markt besucht, zeigt damit die Bereit-willigkeit zu heiraten. Dieser Tag gehört mit zu den drei Terminen, andenen man hier die jungen Leute am Markt oder beim Tanz zwecks Heiratmit einander bekannt macht: zgledžuvanje( gegenseitiges) Beschauen" 4.
B. Die Zwölften.
§ 17. Die Zeit vom 25. Dezember bis zum 6. Jänner gehört zu denzauberkräftigsten des ganzen Jahres. U te se dane sklapa godina sa godinom,, in diesen Tagen berührt sich das alte und neue Jahr" 5. Die Serben nennendiese Zeit Nekršteni dani„ ungetaufte Tage", angeblich deshalb, weil Christusin dieser Zeit ungetauft war. Vom Sonnenuntergang bis zum ersten Hahnen-schrei treiben böse Domänen ihr Unwesen, deshalb trachtet jeder rechtzeitigheimzukommen. Muß man aber unbedingt in der Nacht einen Gang machen,so steckt man Salz und Brotrinde sowie ein Zehlein Knoblauch in denGürtel. Verboten ist in diesen Tagen: Wäsche waschen, Schärfen mit demWetzstein, damit den Frauen nicht die Brüste, dem Vieh die Euter wehtun; Weben, Spinnen ist bloß bei Tag erlaubt, und jeder Spinnwirtel mußabends abgehaspelt sein; wer diese Verbote übertritt, wird von den bösenDämonen durch Krankheiten und Unglücksfälle bestraft.
In Kosovo darf man in diesen Tagen die getauften Kinder nichtbaden; in der Nacht kein Wasser holen; nicht mit heißem Wasser Wäschewaschen, weil sonst die Aehren von der Hitze verbrannt werden; Wäschenicht mit den Wäschepracker schlagen, sonst schlägt der Blitz ein; keineWollkämme öffnen, sonst öffnet man den Wölfen das Maul; wenn aber dieseKämme über Weihnachten offen. waren, kann man auch jetzt mit ihnenarbeiten; die Frauen dürfen bloß Wolle spinnen, aber keinen Flachs: sovielAbfälle herunterfallen würden, so viel Würmer bekäme das Vieh.
1 ZbNŽ XX 51. 3 Mitteilung Prof. P. Petrović.
3 Vrčević 15 ff.
4 SEZb 16, 188.5 Škarić, Valjevska Kolubara 44.- 6 Milićević, ŽSS 177,8 Milićević ŽSS 176, P. 47; Škarić
P. 52.
Milićević, ŽSS 176, P. 49.
44( Valj. Kolubara)..- ZbNŽ II 394( Otok).