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A.-Z. mit der Kerze(§ 36): Nach dem Mittagessen löscht derHausvater die W.- Kerze aus und spricht: ,,... svaka nam se zla sreća ugasilaa dobra užegla!"," Alles Unglück soll verlöschen und das Glück auf-flammen!" 1.
A.-Z. mit dem Polaženik( 8 39): Dem P. zieht man den Sesselweg, damit er sich auf dem Boden wälzt: so dick sollen die Garben werden.Sie umhüllen ihn mit einer Decke, damit auch das Haus von jeglichemSegen bedeckt werde: polaženika zaogrću vrećom ili pokrovcem, da se domzaogrne svakim dobrom. Er soll soviel essen, bis er bricht, damit in ähnlicherWeise alle Behälter überlaufen.- In Bosnien wälzt die Mutter das musel-mannische Kind, das als P. kommt, auf einer Bettdecke hin und her, damitsich auch der Rahm so dick ansetze. Ueberall muß der P. fest sitzen, damitauch die Bruthennen gut sitzen; in Lobor( S. 30) muß der Strohträger, der hier dieRolle des P. übernommen hat, gut sitzen und viel essen, damit auch dasGeflügel gut frißt und gedeiht. Vergl. hiezu die Sitte der Slowaken, beidenen die Hausmutter am W.- Abend am längsten sitzen bleiben muß, damitdas Geflügel gut brütet 2.
Zum Schluß seien noch zwei Fälle von Analogiezauber angeführt, diesich in die obigen Kategorien nicht einordnen ließen:
Am Weihnachtstag soll der Hausvater ein neues Hemd anziehen, esdann in den Kasten legen und erst wieder bei der Aussaat anziehen: dannwird der Weizen rein sein 3.( Verquickung mit Uebertragungszauber).
Schwangere Frauen schütten zu W. Wasser durch ein Sieb und trinkenes: ,, Kao što lako prolazi brašno kroz sito, tako lako i ja da rodim!"„ Wieleicht das Mehl durch das Sieb fällt, so leicht soll ich gebären!* 4.( Beein-flussung durch das Geburtsfest Christi?).
§ 47. Zahlenzauber. Unter den Zahlen, denen man magischeKraft zuschreibt, steht die heilige Drei an erster Stelle drei Tagedauert das eigentliche W.- Fest, drei Badnjaci werden am häufigsteneingebracht oder wird der eine in drei Teile zerschnitten; dreimal wird erauf dem Feuer vorwärtsgeschoben, damit es auch im Hause vorwärtsgehe.Die Zahl drei finden wir ferner wieder bei den Umwandlungen, bei Wieder-holung von Zaubersprüchen, beim Kuchendrehen, beim Wasserschlucken.Die Kerze ist meist dreigeteilt. Oft liegen drei Tischtücher auf dem W.- Tisch.Drei Knospen vom Kornelkirschenzweig ißt man auf nüchternen Magen, drei-mal dreht der Hausvater als erster den Bratspieß usw. Wenn man am Amsel-feld in das Bratschwein eine Henne und in diese einen Spatz einnäht Sowirkt dabei vermutlich ebenfalls die heilige Drei mit. Hiezu stimmt die Zahlder Opfer bei den römischen Suovetaurilien.- Beim Waschen oder Trinkenauf der Axt(§ 42, 43) drehen sie sich dreimal und hüpfen in drei Sprüngendavon. Dreimal füttert man am Christtag die Sau, damit sie dreimal im JahrJunge werfe".
Auch außerhalb der W.- Bräuche ist die hl. Drei bei den Serbokroatenvon hoher Bedeutung: am Gjurgjev- dan flechten die Mädchen höchstens dreiKränze und schlucken drei Wassertropfen vom Saum ihres Kleides, umbald zu heiraten.[ SEZb 19, 54]. Vor dem neuen Heim muß die Braut oft
1 Rj. Akad. s. v. Božić, 35, 2 Sb. Mat. Slov. I 171.3 ZbNŽ XXI194. SEZb 14 105( Boljevac).- 5 SEZb 7, 281; Pamučina 66( Herzegowina):in das Schaf nähen sie einen Hahn ein, in letzteren ein Ei. 6 Škarić, Hs. 44
( Valj. Kolubara).