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Die Weihnachtsbräuche der Serbokroaten
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Samobor: Am Vorabend wird in der Kirche Wasser geweiht; zuHause deckt man den Tisch und legt die lêtnica darauf, die erst am nächstenTag angeschnitten werden darf. Am 7. Jänn. wird der geschmückte Weih-nachtszweig, kině, von der Decke abgenommen, manche lassen ihn aber biszum Namen- Jesu- Tag stecken 1.

Ls. Prigorje: Die Frau, die morgens das erste Quellwasser holt,wirft einige Münzen hinein 2.

Sv. Martin( Megjumurje): drei Tage vorher fasten sie bis zumSonnenuntergang, nicht selten auch das Vieh. Bevor man das am Vorabendgeweihte Wasser holt, schüttet man den Rest des alten ins Feuer. Dasneue sprengt man mit einem Eichenzweig auf Herdfeuer, Haus und Feld.Hinter Türen und Tore steckt man Eichenzweige 3.

Zauberhandlungen.

§ 44. Während wir bisher bei der Darstellung der Bräuche Deutungs-versuche und Angaben über die Verbreitung derselben bei verwandten undbenachbarten Völkern tunlichst vermieden haben, da diesen Fragen inzusammenfassender Weise im zweiten Teil nähergetreten werden soll, wollenwir in diesem und den folgenden Kapiteln über die rein beschreibende Artdurch Anführung von Parallelen und durch Deutungsversuche hinausgehen.Durch die Einteilung in eine bestimmte Kategorie ist vielfach schon dieDeutung einer magischen Handlung ausgesprochen. Die Parallelen sind inerster Linie dem Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag  Brauchtum der slawischen Völker, in zweiter Linie demanderer Nachbarvölker entnommen, wobei natürlich kein Anspruch auf Voll-ständigkeit erhoben werden soll. Wegen des Raummangels werden wir unsoft nur mit Verweisungen begnügen müssen.

im Segenzauber.

Schon bei der Schilderung der bisherigen Bräuche haben wir gesehen,daß die Mehrzahl derselben von zauberischer Absicht durchdrungen sind. Aufdie verschiedenste Weise, durch mancherlei Betätigungen und Unterlassungensucht man das große Ziel zu erreichen Gesundheit, Fröhlichkeit, Glück undFruchtbarkeit in Haus und Hof, in Garten und Feld. Kräfte, die der Erreichungdieses Zieles entgegenwirken, sucht man abzuwehren im Abwehrzauber,die hilfreichen Kräfte aber sucht man zu verwertenNicht selten wirkt eine zauberische Handlung positiv und negativ zugleich.So soll das Feuer die guten Dämonen anziehen und wärmen, die bösenaber schrecken und fernhalten. Ins Feld vergraben, befördern z. B. dieBadnjakbrände die Fruchtbarkeit, gleichzeitig wehren sie den Hagel ab( imHause aufbewahrt den Blitzschlag). Aehnlich verhält es sich mit der Wirkungdes W.- Strohs, der Kerze, des Weihwassers usw. Bei der Mehrzahl derzauberischen Begehungen handelt es sich darum, die gewissen Gegenständenzugeschriebene Kraft auf belebte oder unbelebte Objekte zu übertragen, indenen sie positiv oder negativ fortwirken soll: Uebertragungs- oderMitteilung szauber. Andere wurzeln in dem naiven Glauben, daß dieErfüllung eines Wunsches dadurch günstig beeinflußt wird, daß man denVorgang selbst darstellt: Analogiezauber. Eine dritte große Gruppevon Bräuchen gehört in den Bereich des Anfangszaubers: Handlungenam Neujahrstag- Weihnachten war durch viele Jahrhunderte Jahresbeginnsind richtunggebend für das ganze Jahr. Besondere Kraft schreibt dasVolk der rechten Körperseite und gewissen Zahlen zu. Die magischen3 ib. XII 300.

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1 ZbNŽ XVIII 67.2 ib. XIII 104.

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