Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde48 (1943) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
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48 (1943) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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Felix Haafe: Volksglaube und Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag  Brauchtum der Ost slawen.( Wort und Brauch H. 26.) 428 S. Breslau, Gerhard Märtin, 1939.

Diese neueste Darstellung des ostslawischen Volksglaubens ist stofflichebenso gehaltvoll wie anregend, wenn sie auch über den Gegenstand kaum inkritischerer Art Aufschluß bietet, als dies der von J. Grimm angebahntenmythologischen Zusammenschau entspricht, der es darum ging Gestalten zugewinnen. Da ergibt sich denn aus geſchichtlichen Berichten und neuerer Brauch-tumsdramatik Glossar ::: zum Glossareintrag tumsdramatik eine bunte Schar von Göttern und Geistern, Wasser-, Baum-und Pflanzenkulten( In vorchristlicher Zeit sind sicher Pflanzengötter ver-ehrt worden", wofür etwa der Knoblauch angeführt wird) Verehrung derErde, Tagesvergötterung. Demgegenüber ist der Götterbegriff auch bei den Ost-slawen neuerdings mit Recht einschränkender Kritik unterzogen worden. Nichtzuletzt hat V. Mansikka hiefür soviel beigetragen, daß eine gründlichereAuseinandersetzung mit ihm in den Quellenfragen unumgänglich geweſenwäre er ist dort nicht einmal erwähnt und auch im Schrifttum bibliographischausgesprochen mangelhaft nachgewiesen. Es bleibt dem fachlich geschulten Leserüberlassen, die Dinge in einen weiteren kulturgeschichtlichen Zusammenhang zustellen, aus dem doch wohl hervorgeht, daß zu den Tagespersonifikationen undanderer Bergöttlichung die spätantike oströmische Geisteshaltung und christlicheGedankenwelt das meiste beigetragen haben. Anderes wieder ist kaum anderesdenn als mittelalterliche Erdichtung zu bezeichnen. Bei alledem fällt aus demlebfrischen Fortleben altmythischen Gutes bei den Altgläubigen sicher mannig-fach Licht auf die ältere mythische Vorstellungswelt auch der germanischenVölker, so für das alte Weltbild, den Sonnenhirsch, die Jahresfeuer. Fürandere Erscheinungen wird man Aufhellung in den überlieferungen der öſt-lichen Mittelmeerwelt suchen müſſen.Hdt.

Georg Eckert P. E. Formozis: Volkskundliche Beobachtungenund Materialien aus Zentralmazedonien und der Chal-kidike. Heft 1 mit 197 S., 6 Tafeln, Heft 2 mit 197 S. Theſſaloniki 1942/43.

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Arbeiten zur griechischen Volkskunde in deutscher Sprache sind an sich einebegrüßenswerte Neuerscheinung. Dies Unternehmen wird hier im 1. Heft, dassich Beiträge zur mazedonischen Volksmagie" nennt, in sehr verdienstlicher Artdurch einen Überblick von E. Formozis über die bisherige Volkskundearbeit inGriechenland ergänzt durch eine Bibliographie der wichtigsten einschlägigenErscheinungen und Zeitschriften eingeleitet. Jm einzelnen werden dannReligiöse Schutzmittel( Splitter vom Kreuz Christi, Reliquien, Ikone, unter-schiedliche Amulettanhängsel, blaue Perlen, Knoblauch usw.) behandelt, die denTräger oder auch das Haus ſchüßen; dem folgt eine Übersicht über Amulette fürdie Zugtiere, Schädel und Hörner als magischer Ernteschuß, sämtlich mit ver-gleichenden Anmerkungen versehen, den Beschluß bildet eine Beschreibung derlandesüblichen Votivgaben und der Stätten ihrer Darbringung. Das2. Heft Mazedonischer Volksglaube" betitelt, gibt die Wundererzählungen vonschwitzenden, weinenden, schlagenden Ikonen, besonderen Begebenheiten anheiligen Stätten, Berichte von Heyen, Dämonen, Vampiren, von Liebes-, Heil-und Schadenzauber, vom Bösen Blick, Aberglauben im Lebenslauf, etwelcheBerufsaberglauben und Omina sowie Orakel im Alltag. Die Gewährsleute undihre persönliche Einstellung sind gleichfalls Gegenstand einer kurzen kritischenBetrachtung. Im 3. Heft über Regenzauber in Mazedonien wendet sich E.

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