nuitätserweis, wo ja die frühesten christlichen Anastenaria- Bekundun-gen erst im 12. Jahrhundert auftauchen. 6)
Diese Einschränkungen sollen jedoch den Wert des vorliegendenBuches nicht herabsetzen. Sie wollen nur vor möglicher Einseitigkeit inder Zuordnung solch altartigen Brauchtums Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtums bewahren, vor der Annahmeunbeweisbarer ethnischer Prioritäten wie allzu fraglicher Kontinuitäts-axiome. Die Balkanhalbinsel ist so reich an altartigen Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtum. Anihren Traditionen hat das Griechentum in allen seinen Lebensphasenzwischen den frühgeschichtlichen Wanderungen, seiner klassischen undder hellenistischen Zeit, der langen, wechselvollen byzantinischenPeriode und seinem Weg unter türkischer Herrschaft und nicht minderseither wesenhaften Anteil. Welch eine bunte Fülle von Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtumspricht aus den kleinen, jeweils in sich abgerundeten Darstellungen desorthodoxen Kirchenjahres, vom Demetriustag( 26. Oktober) über Weih-nachten und die Zwölfnächtezeit, vom Tag Johannis des„ Prodromos"des„ Vorläufers" des Herrn bis zur Eigenart griechischer Carnevalslustin ihren urtümlichen Maskenumzügen der mittwinterlich- thessalischenRhogatsaria" und der Pflugumfahrt mit dem tierfellverkleideten„ Kalo-gheros in Thrakien. Für viele Griechenlandfahrer, die den Weg ab-seits der Touristenzentren suchen, ist Ostern mit der Fülle und der er-greifenden Schönheit der kirchlichen und der volksfrommen Riten einunvergeßliches Erlebnis geworden. Megas hat diese Fülle sehr ge-wählt und liebevoll dargeboten, die spärlicher vertretenen Hirtenfesteund Agonalspiele auf den kargen Weiden nicht minder als das Fest der„ Verklärung des Herrn", das„ Entschlafen der Jungfrau Glossar ::: zum Glossareintrag Jungfrau Maria" oderjenes Hochfest der Kreuzerhöhung im September, das der Rezensentnun schon dreimal selber hatte miterleben dürfen bei Griechen, Serbenund Rumänen des Heiligen Berges.
Die gut gewählten Bilder sind Dokumente einer vielschichtigenKultur eines liebenswerten Volkes, dessen Ahnen erstmals das BildEuropas in klaren Zügen der Vielheit im Einklang geformt hatten.KielLeopold Kretzenbacher.
VIe Congrès International des sciences anthropologiques et ethnologi-ques. Paris 30. Juli- 6. August 1960. Publié avec le concours du CentreNational de la Recherche Scientifique. Tom. II. Ethnologie.2 Bände. I: 664 Seiten, mit Abb. im Text, II: 666 Seiten, mit einigenAbb. im Text. Paris 1963/64, Musee de l'Homme.
Ungefähr fünf Jahre nach dem Pariser Kongreß erreicht uns dieumfangreiche Niederschrift der Vorträge und Diskussionen, die damalsgehalten wurden. Da sich einige volkskundlich wichtige darunter be-finden, sei darauf wenigstens kurz eingegangen.
Der I. Band enthält die hierher gehörigen Vorträge in der Sek-tion B 3„ Technologie, Vie matérielle et économique“. Dort hat KarlBaumgarten„ Untersuchungen zur Frage der niederdeutschenScheune, dargestellt am Beispiel Mecklenburgs"( S. 505 ff.) vorgetragen,Branimir Bratanić hat„ A note on the typology of ploughing imple-
6) Zum Feuertanz- Problem Asiens vgl. auch P. G. Brewster,Fire- walking in India and Fiji.( Zeitschrift für Ethnologie 87, 1962).
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