Jahrgang 
87 (1984) / N.S. 38
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leicht verkürzte) Ausgabe sehr zu begrüßen- und es ist wirklich zu hoffen, daß dafürexistierende Pläne in absehbarer Zeit verwirklicht werden können. Noch mehr wärezu hoffen, daß man auch in Österreich- fünfundzwanzig Jahre nach Erscheinen des anderen"(= 2.) Teils von Arthur Haberlandts Taschenwörterbuch der Volks-kunde Österreichs" daranginge, Stand und Ergebnisse der volkskundlichenForschung lexikalisch( oder in einem umfassenden Sammelwerk) zu erfassen.

Olaf Bockhorn

Alfred Uçi( Tirana), Albanische Volkskultur. Sonderausstellung aus der SVRAlbanien. Ethnographisches Museum Schloß Kittsee. Katalog. Kittsee 1984,brosch. 60 Seiten, 8 Farbtafeln, 19 Abb. auf Kunstdrucktafeln.

Eine sehenswerte Sonderausstellung zu dem in Mitteleuropa zu Unrecht kaum jebeachteten Thema Albanische Volkskultur" beherbergt derzeit( 1984) das Ethno-graphische Museum zu Kittsee im nördlichen Burgenland. Trotz beachtlicher Eigen-bestände des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien, eingebracht vor,im und nach dem Ersten Weltkrieg vor allem durch Arthur Haberlandt und Fach-Albanologen( vgl. S. 5 und 7), handelt es sich hier durchwegs um Ausstellungsstückeaus den Sammlungen des Institutes für Volkskultur der Akademie der Wissenschaf-ten der SVR Albanien" zu Tirana, das ja auch sonst durch reiche Publikationstätig-keit bemüht ist, wieder Anschluß an die internationale ethnographische Forschungim Beibringen wertvoller Zeugnisse zur Eigentradition balkanischer Volkskultur zugewinnen.

Ein Vorwort( 6-13) skizziert den Leidensweg einer durch Jahrhunderte fortwäh-rend bedrängten Nation, letztlich Nachfahren der Illyrer, bereichert mit den Kul-turelementen der griechisch- römischen Antike wie mit manchen in rund fünfhundertJahren der Türkenherrschaft aufgedrängten Elementen. Die 399( auch mit den alba-nischen Originalbezeichnungen versehenen) Gegenstände aus Tirana sind in einerauch museumstechnisch- ästhetisch reizvollen Schau über viele Räume des SchlossesKittsee verteilt. Sie umspannen( mit fast gänzlicher Ausnahme der tradierten religiö-sen Komponente jeglicher Volkskultur nicht nur des Abendlandes Glossar ::: zum Glossareintrag  Abendlandes) eine durch reicheZusatzbebilderung, durch Kartenübersichten usw. gegliederte Schau auf verschie-dene Sparten der vorwiegend der Halbvergangenheit zugehörigen bestimmendenElemente albanischen Lebens und Kulturschaffens: die( nur primitiv Glossar ::: zum Glossareintrag  primitiv erscheinen-den) zweckbestimmten( meist Holz-) Geräte für Feldbau und Ernte; die Einfachheitder einst gesamtbalkanisch untereinander erscheinungsformengleichen Hirtenkul-tur"( Halbnomaden, Transhumanz- Wanderleben mit den Herden und spezifischerZurichtung des Hirteninventars); die bürgerlichen Elemente des 18./19. Jh. mitreichem orientalischen Glossar ::: zum Glossareintrag  orientalischen, aber sichtlich albanisiertem" Einschlag; die hohen Werteeiner erstaunlichen Schnitzkunst von den Bildwänden( Ikonostasen) orthodoxer,heute nur noch museal bewahrter Kirchen. Mit besonderer Bewunderung wird jederBesucher die reichen, nie grellen, immer nur in feinen Farbabstufungen wirklichenEmpfindens für Stil dargebotenen Textilien besichtigen: die geknüpften und diePlüsch- Teppiche, die Leintücher, Kopfkissenbezüge, Wiegendecken, Kopftücher,Schleier in ihrer ehedem als Hausgewerbe betriebenen Verarbeitung von Leinen,Hanf, Baumwolle, leichtem und schwerem Tuch und von zartfarbig abgestimmterSeide. Kaum je auf dem Balkan ist mir so die Kunst von männlichen Stickern

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