Heft 
52 (2017) 1
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AUSSTELLUNGEN

,, Matthias" tanzt. Salzburger Tresterer on stage

bis 19.2.2017

gemini

Matthias, Installationsansicht, Thomas Hörl 2016, Foto: Birgit und Peter Kainz

Volkskundemuseum Wien

Kunst und Wissenschaft treten in Dialog und eröffnen verschiede-ne Zugänge zu einem Salzburger Brauch:

Das Trestern ist ein Reigentanz mit Stampf- und Sprungschrit-ten, der in Stuben und Gasthäusern, eingerahmt von weiterenPerchtenfiguren, um den 5. Jänner im Pinzgau aufgeführt wird.Außerdem ist er auf Bühnen und in der Stadt Salzburg zu sehen.Die ausschließlich männlichen Akteure tragen rote Kostümemit prächtigen bänderbesetzten Hüten, die mit Hahnenfederngeschmückt sind.

Im Zentrum der Ausstellung steht die Auseinandersetzung desKünstlers Thomas Hörl mit dem Tresterertanz. Er interpretierthistorische Dokumente aus gegenwärtiger künstlerischer Sicht:Foto-, Film- und Tonaufzeichnungen, die zwischen 1898 und 1939mit Matthias Eder als Vorpercht angefertigt wurden. Für ihn undmit ihm entsteht eine bühnenartige Installation, die den Tanzan neue soziale, zeitliche und kulturelle Orte transferiert. DasAusstellungspublikum ist eingeladen, auf diesem Catwalk zu zweiDJ- Bearbeitungen( Cherry Sunkist und das_em) der Tonaufnah-men selbst zu tanzen.

In einem weiteren Teil der Ausstellung wird die wissenschaftlicheSpurensuche nach den Ursprüngen, den Aufführungsweisen unddem oftmaligen Bedeutungswandel des Tresterertanzes offenge-legt. Seine Geschichte verläuft nicht linear; sie ist ein Puzzlespiel,das höfische Feste und den Karneval von Venedig aufblitzen lässt.Schriftliche Dokumente, Grafiken und Fotografien ermöglichen esden Besuchern und Besucherinnen, eigene Sichtweisen auf denBrauch zu entwickeln und zu reflektieren. Die ältesten in muse-alen Sammlungen erhaltenen Trestererkostüme werden erstmals

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Thomas, Thomas Hörl 2016, Foto: Birgit undPeter Kainz Volkskundemuseum Wien

gemeinsam in einer Ausstel-lung gezeigt.

Diese Ausstellung verortet dasunterschied-

Tresterertanzen

lich: als kreatives Gestalten, alsstatisches Bewahren und iden-

tifikatorisches Bewerten sowieals Ort des Sezierens nachverschiedenen Aspekten.

Eine Kooperation des Volks-kundemuseums Wien mit demSalzburger Landesinstitut fürVolkskunde und dem Vereinzur Förderung des SalzburgerLandesinstitutes für Volkskunde

Die Ausstellung ist eine Veran-staltung der

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WEEK2016

52. Jahrgang