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Wilhelm Wundts "Elemente der Völkerpsychologie" und die moderne Ethnologie
Entstehung
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Mitteilungen.

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Vornehme hält, weil er sie zumeist als Arbeitstiere gut brauchen kann.In mohammedanischen Glossar ::: zum Glossareintrag  mohammedanischen Ländern, wo die Polygynie anzutreffen ist, bestehtsie ja nur beim Reichen und der Arme lebt monogam. Polyandrie undGruppene he wurden in gleicher Weise für das frühere Bestehen einerPromiskuität herangezogen. Es zeigt sich aber, dafs diese Eheformen inAustralien und Indien vorkommen, wo ausgesprochener Frauenmangelherrscht. Beide Typen gehen also nur aus einer zwingenden Notwendigkeithervor. Die Gruppenehe in Australien ist von der Raubehe abzuleiten.Betrachtet man diese Frage bei jetzt noch existierenden Primitiven Glossar ::: zum Glossareintrag  Primitiven,so zeigt sich, wie bei den Weddas in Ceylon, reinste Monogamie alsdie ausschliefslichste Form der Ehe. Hie und da bei den Buschmännern Glossar ::: zum Glossareintrag  Buschmännernvorkommende Polygynie erweist sich als fremde Beeinflussung. Beim Go-rilla, einem menschenähnlichen Affen, findet sich auch Monogamie.Beim Schimpansen ist sie noch nicht sichergestellt, wird aber mitgröfster Wahrscheinlichkeit vermutet. Entwicklungsgeschichtlichmüfste also auch die Monogamie beim Menschen die ursprüngliche Formder Ehe sein.

Die primitive Glossar ::: zum Glossareintrag  primitive Gesellschaft dürfte dadurch entstanden sein, dafssich die Menschen bei Unwetter in einer Höhle zusammenfanden. Sonstvereinigen sie sich nur für gröfsere Unternehmungen, Wanderungen oderJagdzüge. Sie treten bei diesen Gelegenheiten in Herden oder Hordenohne bestimmten ständigen Führer auf. Eventuell wird er von Fall zuFall erwählt. Die Familie besteht in Form der Einzelfamilie, d. h. ausEltern und Kindern.

Anfänge der Sprache. Bei den jetzigen Primitiven Glossar ::: zum Glossareintrag  Primitiven findet mankeine Ursprache mehr; denn sie haben die Sprache der umwohnendenVölker angenommen. Es siegt eben das besser über das weniger ausge-bildete Idiom: Die Weddas sprechen singalesisch, die Negritos, Senoiund Semang malayisch, die Buschmänner Glossar ::: zum Glossareintrag  Buschmänner hottentottisch Glossar ::: zum Glossareintrag  hottentottisch, die Pygmäenin Zentralafrika die Sprache der Monbuttu u. dgl. mehr; aber auch dieprimitive Glossar ::: zum Glossareintrag primitive Sprache gibt an die umgebenden Sprachen einzelne ihrerEigentümlichkeiten ab. So hat die Buschmannsprache Glossar ::: zum Glossareintrag  Buschmannsprache den Hottentotten Glossar ::: zum Glossareintrag  Hottentottendie Schnalzlaute geliefert. Wie konnten die Primitiven Glossar ::: zum Glossareintrag  Primitiven von den um-wohnenden Völkern deren Sprache annehmen, wenn sie nur stummenTauschhandel mit ihnen betreiben? Das war aber nicht immer so; es gabeine Zeit des wirklichen Verkehrs zwischen Primitiven Glossar ::: zum Glossareintrag  Primitiven und höher Kulti-vierten. In der Sprache der Negritos findet man altmalayische Worte, dieaus einer früheren Periode stammen, in der Negritos mit Malayen zu-sammenkamen. Bei den Malayen finden sich dieselben Worte nicht mehr.Doch trifft man Ursprachen bei höher organisierten Völkern an, so beiden Ewe in Togo. Die Ewe- Sprache ist nämlich nach dem Typus derGebärdensprache gebaut. Es zeigt sich, dafs die Gebärdensprache derTaubstummen genau dieselben Zeichen besitzt, wie die des Indianerstammes Glossar ::: zum Glossareintrag  Indianerstammesder Dakotas. Offenbar weil beide aus denselben Bedürfnissen hervorge-gangen sind. Man unterscheidet da: Hinweisende Gebärden( ich, du,er, hier, dort, u. dgl.), zeichnende Gebärden, die einen bestimmtenGegenstand, z. B. ein Haus darstellen, mitbezeichnende Gebärden,

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