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USB- STICK& BUCH
Die Oberfläche des Gegenstandes be-steht aus transparentem, grünemPlastik, sodass man die Eingeweideder Maschine sehen kann. Man könntesagen, er sei so groß wie USB- Stick-wie man es über aktuelle E- Zigarettensagt- allerdings wäre das eine Tauto-logie, denn bei dem Gegen-stand handelt es sich selbstum einen USB- Stick. Eingrüner Stick so groß wie einschwarze Klaviertaste oderein Päckchen Kaugummi.An einer Seite lässt sicheine Kappe abziehen, um den USB-2.0- Anschluss freizulegen, auf deranderen Seite befindet sich eine Öse.Hier lässt sich ein Band durchführen,um den Stick an einen Schlüsselbundzu hängen oder den Stick als Halskettezu tragen. Auf dem transparentenPlastik der Hülle kann man einen ab-genutzten Schriftzug erahnen, vondem nicht mehr als drei Zeichen ge-blieben sind. Ironischerweise ist dieRegistered Trade Mark(®) davonnoch am besten zu erkennen. DiesesZeichen schützt einen Markennamen,der nicht mehr lesbar ist.
Der Einband des Buches wirkt wieein Stück schwarzes Buchenholz,der Schutzumschlag ist verloren ge-gangen. Ein Taschenbuch könnte mansagen, wäre das Cover nicht so massiv.Die Buchseiten sind gleichmäßig ver-gilbt, der Geruch aus Muff und Kohle
verbreitet sich beim Auf-schlagen. Der Autor ist einÖsterreicher, das Buch aufUngarisch, die Geschichteüber ein japanischesMädchen.„ Karl Bruckner:
Szadakó élni akar", zuDeutsch:„ Sadako will leben". Voreiniger Zeit sind zwei identischeExemplare dieses Buches in meinenBesitzt gelangt. Fast täglich sehe ichsie in meinem Buchregal.
Den USB- Stick sehe ich seltener,auch wenn ich ihn in Jacken undTaschen fast immer mit mir herum-trage. Ein leeres, universell anwend-bares Vademecum. Aber wenn ich fürmich oder andere Dateien von A nachB transferieren oder Kopien von PDFsanfertigen muss, gelangt er sofortwieder in mein Bewusstsein.