3.4.10( Abb. S. 62)
Reliquiar mit BerührungsreliquieAmethystdruse mit Stoffreliquie derSel. Schwester Maria RestitutaWien, 20. Jh.
H: 28,5 cm, B: 16 cm, T: 18 cmRESTITUTA- Dokumentation- Glaube gegenNS- Gewalt im Hartmannspital, Wien
Üblicherweise werden im Zuge einesSeligsprechungsverfahrens die sterblichenÜberreste des/ der Betreffenden im Beiseinvon Gerichtsmedizinern exhumiert, um ihreEchtheit und Vollständigkeit festzustellenund Reliquien zu entnehmen. Diese werdengenau verzeichnet und einem Reliquien-verwalter zur Verteilung an interessiertePfarrgemeinden übergeben. Auf diese Weisesoll Fälschungen und einem Reliquien-handel vorgebeugt werden. Können keinesterblichen Überreste gefunden werden, wirdin Ausnahmefällen dennoch das Seligspre-chungsverfahren weitergeführt- wie bei derSel. Schwester Restituta( 1894-1943), derenLeichnam in einem Massengrab verscharrtworden war. KP
3.4.11
Essbesteck mit Gravur
Metall, graviert
Löffel, Gabel und Messer der Sel. SchwesterMaria Restituta, graviert„ Sr. Restituta"1. Hälfte 20. Jh.
Löffel H: 17,4 cm, B: 3,8 cm, Gabel H: 18 cm,B: 2 cm, Messer H: 20,2 cm, B: 1,7 cmRESTITUTA- Dokumentation- Glaube gegenNS- Gewalt im Hartmannspital, Wien
Dieses Essbesteck ist eine klassische Berüh-rungsreliquie ganz analog zu dem kleinenStoffrest vom Ordenskleid der Seligen.
3.4.12
Sel. Karl I.
Druck
Gebetszettel mit beglaubigter Berührungs-reliquie der Gebetsliga zur SeligsprechungKaiser Karl I.
Wien, nach 1925
3.4.13
Reliquiar mit KreuzpartikelHolz, Verglasung fehlt
Hölzernes Standreliquiar mit ovalem Aufsatz,darin in Goldbouillonrahmung Kreuzpartikelauf Strahlenkranz aus Goldfolie, darüber aufCedula ,, S. Crucis"
18. Jh.
H: 12,5 cm, B: 5 cm, T: 3,5 cm
Österreichisches Museum für Volkskunde, WienÖMV/ 24.068
3.4.14( Abb. S. 31)Reliquientafel
Holz, Papier, gerahmt
Goldene Papiernimben mit blauer Mitte,darin Reliquien unter Cedulae, auf der Rück-wand Reste eines Echtheitssiegels, hinter derRückwand befand sich das Fragment einesBestätigungsschreibens mit Aufzählung der16 Heiligen und einem BischofssiegelVermutlich Italien, 18. Jh.
H: 29 cm, B: 26 cm, T: 3 cmÖsterreichisches Museum für Volkskunde, WienÖMV/ 24.946
Der Verkauf von Reliquien wurde zwar vonder katholischen Kirche niemals gestattet,aber die Nachfrage der Gläubigen, die sichdurch den Besitz von Reliquien unter denSchutz der Heiligen begeben wollten, war sogroß, dass der Reliquienhandel im Mittelalterund im Barock ein blühendes Geschäft war.Sehr oft handelte es sich bei verkauftenKnochen, oft winzigen Stückchen, nicht umÜberreste des/ der genannten Heiligen bzw.überhaupt nicht um menschliche, sonderntierische Gebeine. KP
H: 12 cm, B: 7,5 cm
KARL
Österreichisches Museum für Volkskunde, WienŎMV/ 76.829
3.4.15
Reliquienbild
3.4.15
Kastenbild, MaterialcollageGolddrahtarbeit mit Blüten aus, um Kordel-drahtschlaufen gewickeltem Seidenfaden undKrüllumrandung in schwarzem Holzrahmen,im hochovalen Mittelfeld auf roter SeideCedula über mit weißem Stoff bespannterRaute, beschriftet ,, S. Victoriae V."Vermutlich Südtirol, 18. Jh.
H: 15 cm, B: 11,5 cm, T: 3 cmÖsterreichisches Museum für Volkskunde, WienÖMV/ 19.975
3.4.16
Reliquienkapsel
Reisesegen, Messingfassung,geschliffenes Glas
Reliquie unter Glas auf goldfarbigem Stoff,Cedula mit rosa Randbemalung, beschriftet,, S. Rosaliae V, Umrandung mit Blüten ausGoldbouillon
18. Jh.
H: 3,5 cm, B: 3,2 cm, T: 0,8 cm( ohne Öse)Österreichisches Museum für Volkskunde, WienÖMV/ 45.877
3.4.17
Reliquienkapsel
Reisesegen, Silberfassung, Glas
Reliquie unter Glas auf rosafarbigem Stoff,
Cedula beschriftet„ S. Joan B", darüberKreuz, eingefasst mit Goldpailletten undGoldbouillon
18. Jh.
H: 3,7 cm, B: 3,2 cm, T: 0,8 cm( ohne Öse)Österreichisches Museum für Volkskunde, WienÖMV/ 16.637
Tradition
3.4.12
71