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Heilige in Europa - Kult und Politik : [Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde, 26. Oktober 2010 bis 13. Februar 2011]
Entstehung
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3.4.10( Abb. S. 62)

Reliquiar mit BerührungsreliquieAmethystdruse mit Stoffreliquie derSel. Schwester Maria RestitutaWien, 20. Jh.

H: 28,5 cm, B: 16 cm, T: 18 cmRESTITUTA- Dokumentation- Glaube gegenNS- Gewalt im Hartmannspital, Wien

Üblicherweise werden im Zuge einesSeligsprechungsverfahrens die sterblichenÜberreste des/ der Betreffenden im Beiseinvon Gerichtsmedizinern exhumiert, um ihreEchtheit und Vollständigkeit festzustellenund Reliquien zu entnehmen. Diese werdengenau verzeichnet und einem Reliquien-verwalter zur Verteilung an interessiertePfarrgemeinden übergeben. Auf diese Weisesoll Fälschungen und einem Reliquien-handel vorgebeugt werden. Können keinesterblichen Überreste gefunden werden, wirdin Ausnahmefällen dennoch das Seligspre-chungsverfahren weitergeführt- wie bei derSel. Schwester Restituta( 1894-1943), derenLeichnam in einem Massengrab verscharrtworden war. KP

3.4.11

Essbesteck mit Gravur

Metall, graviert

Löffel, Gabel und Messer der Sel. SchwesterMaria Restituta, graviert Sr. Restituta"1. Hälfte 20. Jh.

Löffel H: 17,4 cm, B: 3,8 cm, Gabel H: 18 cm,B: 2 cm, Messer H: 20,2 cm, B: 1,7 cmRESTITUTA- Dokumentation- Glaube gegenNS- Gewalt im Hartmannspital, Wien

Dieses Essbesteck ist eine klassische Berüh-rungsreliquie ganz analog zu dem kleinenStoffrest vom Ordenskleid der Seligen.

3.4.12

Sel. Karl I.

Druck

Gebetszettel mit beglaubigter Berührungs-reliquie der Gebetsliga zur SeligsprechungKaiser Karl I.

Wien, nach 1925

3.4.13

Reliquiar mit KreuzpartikelHolz, Verglasung fehlt

Hölzernes Standreliquiar mit ovalem Aufsatz,darin in Goldbouillonrahmung Kreuzpartikelauf Strahlenkranz aus Goldfolie, darüber aufCedula ,, S. Crucis"

18. Jh.

H: 12,5 cm, B: 5 cm, T: 3,5 cm

Österreichisches Museum für Volkskunde, WienÖMV/ 24.068

3.4.14( Abb. S. 31)Reliquientafel

Holz, Papier, gerahmt

Goldene Papiernimben mit blauer Mitte,darin Reliquien unter Cedulae, auf der Rück-wand Reste eines Echtheitssiegels, hinter derRückwand befand sich das Fragment einesBestätigungsschreibens mit Aufzählung der16 Heiligen und einem BischofssiegelVermutlich Italien, 18. Jh.

H: 29 cm, B: 26 cm, T: 3 cmÖsterreichisches Museum für Volkskunde, WienÖMV/ 24.946

Der Verkauf von Reliquien wurde zwar vonder katholischen Kirche niemals gestattet,aber die Nachfrage der Gläubigen, die sichdurch den Besitz von Reliquien unter denSchutz der Heiligen begeben wollten, war sogroß, dass der Reliquienhandel im Mittelalterund im Barock ein blühendes Geschäft war.Sehr oft handelte es sich bei verkauftenKnochen, oft winzigen Stückchen, nicht umÜberreste des/ der genannten Heiligen bzw.überhaupt nicht um menschliche, sonderntierische Gebeine. KP

H: 12 cm, B: 7,5 cm

KARL

Österreichisches Museum für Volkskunde, WienŎMV/ 76.829

3.4.15

Reliquienbild

3.4.15

Kastenbild, MaterialcollageGolddrahtarbeit mit Blüten aus, um Kordel-drahtschlaufen gewickeltem Seidenfaden undKrüllumrandung in schwarzem Holzrahmen,im hochovalen Mittelfeld auf roter SeideCedula über mit weißem Stoff bespannterRaute, beschriftet ,, S. Victoriae V."Vermutlich Südtirol, 18. Jh.

H: 15 cm, B: 11,5 cm, T: 3 cmÖsterreichisches Museum für Volkskunde, WienÖMV/ 19.975

3.4.16

Reliquienkapsel

Reisesegen, Messingfassung,geschliffenes Glas

Reliquie unter Glas auf goldfarbigem Stoff,Cedula mit rosa Randbemalung, beschriftet,, S. Rosaliae V, Umrandung mit Blüten ausGoldbouillon

18. Jh.

H: 3,5 cm, B: 3,2 cm, T: 0,8 cm( ohne Öse)Österreichisches Museum für Volkskunde, WienÖMV/ 45.877

3.4.17

Reliquienkapsel

Reisesegen, Silberfassung, Glas

Reliquie unter Glas auf rosafarbigem Stoff,

Cedula beschriftet S. Joan B", darüberKreuz, eingefasst mit Goldpailletten undGoldbouillon

18. Jh.

H: 3,7 cm, B: 3,2 cm, T: 0,8 cm( ohne Öse)Österreichisches Museum für Volkskunde, WienÖMV/ 16.637

Tradition

3.4.12

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