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Alte Volkskunst aus dem Egerland : Katalog
Entstehung
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um nur die bekanntesten Gruppen zu nennen. Von manchen derartigen Be-ständen ergaben sich auch rein zahlenmäßig lange Serien, wogegen anderessicherlich weniger gut bezeugt blieb.

Diese ganze Sammlung steht heute vielleicht in einer anderen Beleuch-tung vor uns als dies ehedem der Fall gewesen sein mag. Das lebenskräftigeBauerntum des Egerlandes hatte sich in der Heimat wie in Gestalt der vielenAbwanderer auch in der Fremde immer bemerkbar gemacht, hatte inSprache und Brauch, Tracht und Lied seine eigenen Züge bewahrt. Der ge-schichtliche Abschluß seines Siedellebens in der alten, etwa ein Jahrtausendbewohnten Landschaft hat die lange Zeit gern gepflegten Äußerlichkeitensicherlich zurücktreten lassen. An sie erinnern nunmehr fast nur noch diemuseal bewahrten Zeugnisse, welche dies, unterstützt von der gleichzeitigdargebotenen Literatur, in aller Objektivität auch tun sollen. Was vor allemdas alte Österreich an Kenntnisnahme und Forschung dafür geleistet hat,das soll hier noch einmal dargetan sein.

Die Ausstellung ist, wie immer hier im Haus in der Laudongasse, zurGänze aus eigenen Beständen aufgebaut. Die Überprüfung hat gezeigt, daßsich diese Bestände trotz der acht Jahrzehnte ihrer Ansammlung, trotz derschwierigen Depotverhältnisse, trotz der zu schlichten Erstinventarisierungim wesentlichen erhalten haben und zusammenzubringen waren. Dafür undfür die anschließende Reinigung, Konservierung und gegebenenfalls auchRestaurierung sind wir wie immer allen Beamten und Angestellten desMuseums zu Dank verpflichtet. Auch die Umgestaltung von zwei Schau-räumen im Obergeschoß des Museums eigens für diese Ausstellung ist mithauseigenen Mitteln durchgeführt worden, wobei die neu beleuchteten Vi-trinen hoffentlich den alten Bestand genugsam erhellt darbieten werden.

Ohne Sondermittel in Anspruch genommen zu haben, erfüllen wirunsere Dankespflicht, wenn wir dem Bundesministerium für Wissenschaftund Forschung, das heißt in erster Linie seinem Museumsreferat, für dieandauernde Förderung auch in diesem Fall ergebenst danken.

Leopold Schmidt

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