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Volkskundliches aus Italien : Österreichisches Museums für Volkskunde, Schloßmuseum Gobelsburg, Sonderausstellung ; Katalog
Entstehung
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Aus den zum Teil schon mehr als sieben Jahrzehnte im Museumdeponierten Kollektionen wurden nun für die Ausstellung diewichtigsten Objektgruppen herausgenommen, so daß man einengewissen Einblick in einige wenige italienische Landschaftenim ersten Drittel unseres Jahrhunderts gewinnen wird können.Italien zeigt aufgrund der politisch- historischen Wechselfälleund insbesondere aufgrund seiner geographischen Lage eine außer-ordentliche Vielfalt auf dem Gebiet seiner Volkskultur. Ausder Verschiedenheit des Klimas und der Bodenbeschaffenheitzwischen dem Alpen- und Voralpengebiet einerseits, dem flachenGebiet bis mittelitalien und dem südlichen mediterranen Gebietandererseits resultieren merkbare Unterschiede, etwa bei derEinrichtung des Hauses. Im Alpengebiet wird ihr viel mehr Be-deutung beigemessen, da ein großer Teil des Tages im Haus ver-bracht wird. Im Süden hingegen, wo sich das Leben vorwiegendim Freien abspielt, ist die Einrichtung auf das Notwendigstereduziert und oft durch eine gewisse Altertümlichkeit charak-terisiert. Die schon römische" Arca", eine hochbeinige Back-oder Mehltruhe aus Blankholz, ein niedriger Herdschemel, einekleine niedrige Sitzbank und die Wiege waren meist die einzi-gen Möbelstücke des Hauses in der römischen Campagna. DieWiege, die in keinem italienischem Haus gefehlt hat, warmeist aus Blankholz und nur sparsam mit Ritzornamentik ver-ziert. Nur in Süditalien und Sizilien war sie aus Pölsternoder Stoff gefertigt und an Seilen an einem Deckenbalken in2)der Küche aufgehängt. Mit eigenen Spannhölzern, wie sieArthur Haberlandt aus Syrakus mitgebracht hat, wurden dieSeile auseinandergehalten. Aus dem Reisebericht Emmerich

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Prettenhofers wissen wir, daß die Einrichtung der" Trulli"auf Sardinien noch spärlicher war: Sie bestand aus einem

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