recht zum Tragen gekommene Märchenmuseum Schloß Raabs, das zumVollmuseum ausgebaute Ethnographische Museum Schloß Kittsee, diegemeinsam mit dem Institut für Gegenwartsvolkskunde der Österrei-chischen Akademie der Wissenschaften aufgebaute und unterhalteneArbeits- und Präsentationsstelle Mattersburg mit der Studiensamm-lung für Trachten und Textilien und schließlich die Studiensamm-lung im Bunker Schönbornpark-, bildet in dieser Vielheit undUnterschiedlichkeit weiterhin eine Museumseinheit auf höhererEbene, in welcher allen Teilen jeweils eine bestimmte, in dasGesamt sich einfügende Funktion zukommt. Das Schloßmuseum Gobels-burg als Außenstelle des Österreichischen Museums für Volkskundekann in diesem Zusammenhang für sich in Anspruch nehmen, mit sei-nen ständigen Ausstellungen Altösterreichischer Volksmajolika,von Bauernmöbeln und von volkstümlicher Glaskunst klassischeBereiche historischer österreichischer Volkskunst vor allem des17., 18. und des frühen 19. Jahrhunderts, mit deutlicher Betonungder Blütezeit der österreichischen Volkskunst in theresianischerund franziszeischer Zeit, zu zeigen. Den allsommerlichen Sonder-ausstellungen fällt darüber hinaus die Aufgabe zu, diesen Aspektin weiteren thematischen und regionalen Bearbeitungen auszuleuch-ten( Barocke Volksfrömmigkeit, Volkstrachten aus Südtirol, Volks-kunst aus Vorarlberg, Volkskunst aus dem Ausseerland usw.). DieseZielsetzung hat im Verlauf der Jahre durch Sonderausstellungenwie" Französische Volkskunst"( 1968) und" Die Stabkirchen Norwe-gens"( 1981) eine Erweiterung erfahren, die durch die diesjährigeExposition" Volkskundliches aus Italien" eine weitere Bekräftigungerfährt und hinführt auf eine vermehrte Darstellung von Themenzur Volkskunde nord-, west- und südeuropäischer Länder im Sinneeiner zusätzlichen Akzentuierung der Ausstellungsarbeit imSchloßmuseum Gobelsburg. Die Voraussetzungen hierfür liegen inder Geschichte des Volkskundemuseums in Wien begründet.
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