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Sonderausstellung Schmuck aus Haaren : Österr. Museum f. Volkskunde ; Hauptgebäude Wien, Gartenpalais Schönbrunn ; Kat
Entstehung
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die verschiedensten Formen und Techniken hinzu und fanden im19. Jahrhundert eine Verfeinerung und Vervollkommnung in denArbeiten der Friseure," Haarkünstler", Haarflechter und Pe-rückenmacher.

In einer" Darstellung des Fabriks- und Gewerbswesens im öster-reichischen Kaiserstaate"( 3) im Jahre 1820 lesen wir, daßsich" gewöhnlich Weibspersonen Glossar ::: zum Glossareintrag  Weibspersonen", daneben aber auch schoneinige Friseure und Perückenmacher auf die Verfertigung vonRingen, Uhrketten, Armbändern und Halsschnüren spezialisierthaben." Es werden hierzu die längsten und schönsten Haare aus-gezogen, mit etwas Gummiwasser befeuchtet, und mit den Fingernoder auf einer Flechtmaschine geflochten". Zu den" vorzüglich-sten Arbeitern in Menschenhaaren" zählte im Jahre 1820 nebenJacob Deutrich, Vincenz Karabetz und Lorenz Geiger vor allemLudwig Liebler, von dem einige Mustertafeln mit den ver-schiedensten Haargeflechten in den Besitz des TechnischenMuseums für Industrie und Gewerbe gelangten. Aus derselbenDarstellung erfahren wir, daß in Wien von dem bürgerlichenPerückenmacher und Damenfriseur Gottfried Sannenberg seit1811 auch Buketts, Girlanden und Blumen" mit den gehörigenAbstufungen von Licht und Dunkel" aus Haaren verfertigtwurden.

Aber die Tradition reicht weiter zurück, als wir vielleichtaufgrund der mehrheitlich dem 19. Jahrhundert zuzuordnendennoch vorhandenen Stücke annehmen möchten. So hatte schonzwei Jahrhunderte zuvor der österreichische LandedelmannErasmus Freiherr von Rödern von seiner" herzliebsten" Ge-mahlin einen Kranz erhalten, 100 fl.(= Gulden) wert, derenthielt 12 Rosen, die nach" Pariser- Arbeit" aus" Bäuscheln"aus ihren Haaren verfertigt und mit 3 Loth Perlen ge-schmückt waren.( 4)

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