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Verwandlungen
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Darstellungen zur Kulturgeschichte des Bettes berück-sichtigen meist nur das Interieur des Adels und der Bürger.Auch die Volkskundemuseen konzentrierten sich auf die Auf-sammlung von reich verzierten Himmel- und Aufsatzbetten,die in der Regel den Eheleuten vorbehalten waren. Den Schlaf-stellen der Kinder und des Gesindes wurde hingegen kaumAufmerksamkeit geschenkt.
Um auch diese andere Seite des Lebens zu dokumen-tieren, griff das Museum zu, als ihm über Vermittlung einesHändlers ein sogenanntes Tafel- oder Truhenbett aus Möder-brugg in den Triebener Tauern, Steiermark, zum Kauf ange-boten wurde. Es stand in der Sägemühle des Kneissl- Hofesund hatte dem Knecht als Schlafstelle gedient.
Derartige Tafelbetten waren Mehrzweckmöbel, die zumAufbewahren persönlicher Habseligkeiten und bei geschlos-senem Zustand auch als Arbeitsfläche und Eẞplatte dienten.Die Gebrauchsspuren liefern dafür den Beweis.
In diese Kategorie der Mehrzweckmöbel fällt auch derindustriell gefertigte Leitersessel, der in Wien unter der Be-zeichnung„ Ottakringer" bekannt ist. Dieses Möbelstück, dassowohl als Stuhl als auch als Stehleiter verwendet werdenkann, entspricht genau dem von dem Möbeldesigner BrunoPaul 1905 entworfenen Leitersessel„ St. Louis".
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