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zählung versteckt sich der großartige Einsatz Klaus Beitls undsein oft dornenvoller Weg durch die administrativen Instan-zen, der auch Mitte der achtziger Jahre zu einer kurzzeitigenSchließung des Museums führte.
Es ist klar, daß bei diesen sich über 15 Jahre hinziehen-den Sanierungsarbeiten die Sammlungstätigkeit hintange-stellt werden mußte. Im Vordergrund stand die Sicherung undErfassung der Sammlungsbestände. Hinzu kam ein weitge-hend neuer wissenschaftlicher Mitarbeiterstab, der sich erstin die Materie einarbeiten und sich einen Überblick verschaf-fen mußte. Angesichts dieser Umstände nimmt sich ein Zu-wachs von 10.000 Inventarnummern sehr beachtlich aus,wobei für einzelne Objekte ein sehr hoher finanzieller Auf-wand nötig war.
Erwerbungsart
Ein großer Teil der Neuerwerbungen geht auf das Kon-to von Widmungen. In diese Kategorie fallen primär privateErinnerungsstücke, die man im Museum aufgehoben wissenwill, weil man befürchtet, daß die Nachfahren dafür kein In-teresse aufbringen, und man verhindern möchte, daß die Din-ge verkauft oder vernichtet werden. Gebracht werden auchDinge, die inzwischen aus der Mode gekommen sind und vondenen man glaubt, daß sie wertvoll sind. In solchen Fällen istvon den Museumsbeamten Fingerspitzengefühl gefragt. Fürdie Überbringer repräsentieren die Dinge nämlich einen ho-hen persönlichen Wert, für das Museum kann hingegen einProblem entstehen, wenn es diese Dinge schon hundertfachbesitzt. Es mußte daher in den vergangenen Jahren bei derAnnahme von Schenkungen selektiver vorgegangen werden.
Die Palette der Schenkungen reicht von Utensilien derHygiene und des privaten Bedarfs( Ober- und Unterbeklei-dung), über Hausrat und Möbel, Schulutensilien und Spiel-zeug, zu Arbeitsgeräten, Objekten der Freizeitkultur, etc.
Herr Johann Schmidt aus dem 10. Bezirk, der dem Mu-seum einen„, künstlichen" Christbaum spendete, überbrachtenach einem Gespräch auch noch den alten Christbaum-schmuck und jene Spielsachen, die er und sein 1943 im Krieggefallener Bruder als Kinder unter dem Baum vorgefundenhatten: einen Kaufmannsladen,„ Kurts Stoffkatze", ein Brau-ereiauto, alles in der Zeit zwischen 1924 bis 1930 vom Vatergebastelt. Von Frau Schmidts Vater, Franz Eichberger( 1892-1960), wurde hingegen die zweistöckige Puppenstube her-gestellt, die sie als fünfjähriges Mädchen 1935 zu Weihnach-ten bekam. Für Herrn Eichberger, der Fachlehrer war und inseiner Freizeit Kurse für Laubsägearbeiten besuchte, dientelaut Aussage von Frau Schmidt die eigene Küche als Vorlage.