Sohn Michael Haberlandts, Arthur Haberlandt( 1889-1964),bestimmt. Unter seiner Ägide kamen von 1920 bis 1940 an-nähernd 7.000 und bis 1945 weitere 1.470 Objekte hinzu.
Im dritten Vierteljahrhundert, das mit dem Namen vonLeopold Schmidt( 1912-1981) verbunden ist, wuchs dieSammlung um stattliche 18.722 Inventarnummern. Die Zeit-schrift blieb zwar weiter kleinformatig, doch erschien sie abnun in neuer Serie unter dem Titel„ Österreichische Zeitschriftfür Volkskunde".
Das vierte Quartal in der hundertjährigen Sammlungs-geschichte des Österreichischen Museums für Volkskunde istebenfalls durch eine Zäsur gekennzeichnet, durch den Wech-sel der Direktion von Leopold Schmidt auf Klaus Beitl mitBeginn des Jahres 1978. Von den für diesen Zeitabschnitt aus-gewiesenen 12.000 Inventarnummern fallen 10.000 in die Äravon Klaus Beitl. Gegenwärtig hält das Eingangsbuch bei Num-mer 77.028. Diese Zahl gibt allerdings nicht den wahrenObjektbestand wieder, denn in der Regel werden Ensembles( etwa Weihnachtskrippen, komplette Trachten) nur unter ei-ner Nummer erfaßt. So setzt sich eine 1991 dem Museumgewidmete Bürstenbinderei aus über 400 Subnummern zu-sammen. Insgesamt hat das Österreichische Museum für Volks-kunde ohne Bibliothek und ohne Photothek- inzwischenweit über 100.000 Objekte zu verwalten und zu bewahren.
Museumssanierung
Die Ära Klaus Beitl ist geprägt durch die Generalsa-nierung und Neuordnung des Museums nach innen wie nachaußen. Hiezu nur einige Stichworte: Renovierung der Außen-fassade( 1984/86), Errichtung eines Zwischentraktes mit Büro,Dachbodenausbau für Restaurieratelier, Einbau einer Gas-zentralheizung, Einrichtung eines Bibliotheksspeichers undeines Archivs und damit verbunden die Rückgewinnung ei-nes Ausstellungsraumes, Errichtung eines Vortragssaales imehemaligen ,, Roẞstall" samt Clubraum im„ Kohlenkeller", Ein-bau von Alarmanlagen und neuen Elektroinstallationen, Ein-bau eines Liftes, Sanierung der Innenräume und Verlegungvon Steinböden, Neugestaltung des Eingangsbereiches, desKassenraumes, Errichtung eines Museumscafés und- zuletzt
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Neuaufstellung der ständigen Schausammlung mit Eröff-nung am 30. Jänner 1994. Von der Neuordnung der Werk-stätten und der Depots soll noch die Rede sein. Alles in allemwaren für die Umgestaltung des Museums( ohne Schau-sammlung) über 20 Millionen Schilling notwendig, die zumüberwiegenden Teil vom Bundesministerium für Wissenschaftund Forschung, von der Gemeinde Wien und vom Verein fürVolkskunde aufzubringen waren. Hinter dieser lapidaren Auf-