Die heilig'n drei König', sie thäten si' b'sinnen,Sie sag'n sie müssen noch weiter herzu.
Sie zieh' n wohl über den Berg herauf.( Der Stern wirdgehoben)
Es scheint der Stern wohl über dem Haus.
Sie zieh'n wohl in das Haus hinein,
Da fanden's Maria und Jesulein,
Dabei ein Eselein, dabei ein Rind,
Da hat uns Maria geboren ein Kind.
Es heißet mit Nam': Herr Jesu Christ,
Der aller Welt zur Heiland ist.( Knieen nieder)Mir fallen gleich nieder auf unsere Knie
Und tragen dem Kindlein das Opfer herfür.( Stehen auf)Auf, auf, ihr Hirten, was schlaft ihr so lang?
Die Nacht ist vergangen, es scheinet die Sonn'.( Der Sternwird gehoben)
Es scheinet die Sonne so heiter und rein,
Derd aller Welt zur Heiland soll sein.
Ei, wollt ihr was geben, so gebet uns bald,Wir müssen marschieren durch finsteren Wald,
Durch finsteren Wald und finsteren Stall,Allwo sich Maria und Josef aufhalt.
Streckschere
Der Stern auf der Streckschere zählt zu den auffallendstenRequisiten im traditionellen Umzug der Sternsinger. Im Burgen-land wird die Streckschere schon seit der ersten Hälfte des19. Jahrhunderts verwendet. Von den Sternsingern übernahmenauch die Weihnachtsspieler des Heidebodens die Streckschere.Im alpenländischen Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtum wird die Streckschere bei anderenGelegenheiten verwendet. So treten bei den großen Perchten-umzügen in Salzburg immer Schneider auf, die den Leuten mitder Schere die Hüte von den Köpfen schnappen. Ganz allgemeinscheint es sich bei der Streckschere jedoch um ein Spielzeugzu handeln, das im 18. Jahrhundert von den Sternsingern über-nommen wurde. Im pannonischen Raum erfuhr dieses Requisit eineRitualisierung, die den Eindruck erweckt, daß die Streckscheremit dem Stern schon immer zum Sternsingerbrauch im Burgenlandgehört habe.
( 12) Streckschere, 4 m lang.
ÖMV 50.903
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