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Die Teufellitteratur des XVI. Jahrhunderts
Entstehung
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CHARAKTER, STIL, GEMEINSAME MOTIVE.

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streng von einander scheiden; wir sahen ja schon früher, wiesich diese Anschauung in der Behandlung der Kleiderfrageaussprach. Aus dieser Gesinnung heraus verurteilen sieauch aufs strengste die revolutionäre Bewegung der Bauern-kriege ¹).

Mit der ängstlichen Wahrung des Bestehenden ver-wachsen ist auch die Furcht vor der steigenden Macht derWissenschaften, welche die Kirche von ihrem Platze ver-drängen könnten und zum Teil schon verdrängten. Es fehltdarum nicht an feindseligen Ausfällen gegen die Universitäten,Gelehrten, Professoren und Studenten 2).

Der Teufelglaube unserer Pfarrer ist im grossen undganzen der in Hockers ,, Teuffel selbs" entwickelte. Satan ist derfurchtbare Feind des Menschengeschlechts, der zwar die letztenReste der alten Volkstümlichkeit und Gemütlichkeit nochnicht eingebüsst hat, keineswegs aber mehr der alte leicht zuüberwindende, in seiner Ohnmacht komische Satan des Ka-tholizismus. Er ist- ein besonders beliebtes Bibelzitatder brüllende Löwe, der umher gehet und sieht, wen er ver-schlinge( Nach 1. Petri 5, 8.). Er ist wie in der Faustsageder Verführer zum bösen und er ist schliesslich das aus-erlesene Rachewerkzeug der zürnenden Gottheit ³).

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Aber

trotzdem hat Roskoff Recht, wenn er meint 4), dass er dochschon unter den protestantischen Händen zu verblassen" be-ginne. So ernst, wie es Luther um den Kampf mit einempersönlichen Satan zu thun war, meinen es die Verfasserunserer Traktate doch nicht mehr. Nur bei den ersten, Hof-teufel, Saufteufel, Hosenteufel, Eheteufel sind sie noch einiger-massen konsequent und führen die Teufelsidee ziemlich ein-heitlich durch. Aber schon Musculus' Fluchteufel fällt ausdem Stil. Scherer sagte einmal, ausgehend von Murners

1) 254, 2472, 300, 5382, 536, 320, 322. 2) 165, 4732, 475, CII 228 f.³) 2732 D, 302 C, 439 A, 195 E, 173 E, 1262 B, 1802 A, 4652 B, 135 C,992 E u. s. f.- Titel d. Theatrum Diab. selbst. cf. Luther EA 51, 489.-52, 199. 9, 74. 4) II, S. 451.

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