CHARAKTER, STIL, GEMEINSAME MOTIVE.
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Neben der Kenntnis der Bibel und der Schriften Luthersaber, denen sich die Werke der Kirchenväter und Kirchen-schriftsteller zunächst anreihen, zeigen die Verfasser der Teufel-bücher eine ungeheure Belesenheit. Freilich ist die Zahl der be-nutzten Bücher, welche mit eitlem Gelehrtenstolz von manchemgenannt wird so bei Milichs ,, Schrapteufel" 65, bei ObenhinsEydteufel" 101, bei Spangenbergs ,, Jagteufel" 143, bei JodocusHockers Teuffel selbs" 218- weit übertrieben, aber immer-hin ist sie in Wirklichkeit doch noch so gross, dass es un-möglich ist, allen einzelnen Zitaten nachzugehen.
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Wie Feyerabend in der Vorrede ausführt, wollten dieVerfasser nicht nur für Laien, sondern auch für ,, christlicheGelehrte" schreiben. Dazu aber war es im Jahrhundert desHumanismus natürlich unentbehrlich, die Werke des Alter-tums zu berücksichtigen. So werden unaufhörlich lateinischeund griechische Schriftsteller zitiert, die letzteren meist inlateinischen Übersetzungen, in denen sie hauptsächlichMelanchthon und nach seiner Anleitung Johannes Major,Wilhelm Xylander und Caspar Peucer bekannt gemacht hatten ¹).Da wird zu einem ganz einfachen und einleuchtenden Satz einschwerer Ballast von unnötigen„ Exemplis" aus der alten Ge-schichte oder Bestätigungen durch Dichter und Philosophen heran-geschleppt. Die Schriftsteller wurden hierauf schon durchdie Methode der Philologen ihrer Zeit hingewiesen, derenTypus des Georg Sabinus Erklärung der Metamorphosendes Ovid darstellt 2), in der„, die kritische Behandlung desTextes und die grammatische Erklärung hinter der rhetorisch-poetischen Interpretation ganz in den Hintergrund treten,dafür aber die Deutung, die historische und ethische Er-klärungsweise, sowie ethische Digressionen und Nutzan-wendungen auf die Verhältnisse der Gegenwart eine grosseRolle spielen" 3). Oft haben wir es hier bei unsern Pfarrern
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1) cf. Bursian, Geschichte der klassischen Philologie in Deutsch-land. S. 175 f.
2) Fabularum Ovidi interpretatio tradita in Academia RegimontanaWittenberg 1554. u. ö. 3) Bursian a. a. O. S. 181.
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