CHARAKTER, STIL, GEMEINSAME MOTIVE.
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Ideal gepriesen, ihre Gebräuche gelten als nachahmenswert,ihre Ansichten als sittlich. 1) Aber es würden ,, vnsere liebeeinfeltige Vorfahren, wenn sie jetzt( dass ich so rede) wiederkommen solten, Teutschland vnd seine Eynwoner nicht kennen,sonder gar für ein frembdes Land vnd Volck ansehen." 2)
Der Türke erscheint als der Satansdiener, 3) als dernahende Antichrist, er ist verflucht und verdammt. Der Papststeht ihm als zweiter Gehilfe des Teufels zur Seite. Er warja schon vor Luther im Kampf der katholischen Laienweltgegen die Klerisei von Dichtung und bildender Kunst in dieHölle geschickt worden, und so verbreitet war diese Ver-höhnung des Nachfolgers Petri, dass schon in Luthers Ge-burtsjahr der Künstler, welcher die Holzschnitte zu der inNürnberg nach dem Vulgatatexte gedruckten Bibel AntonKoburgers fertigte, dem Papste, den Kardinälen, den Bischöfen,den Mönchen u. s. w. einen Platz in der Hölle( zur Offenb.Joh. 8. Kap.) mitten unter grinsenden und hohnlachendenTeufeln anweisen konnte, 4) was schliesslich schon eben so grobwar, wie die späteren Darstellungen im„ Passional und Anti-passional" des protestantischen Lucas Cranach. Seit LuthersAuftreten aber 5) und zumal seit seinem masslosen Angriff, wider das Papsttum vom Teuffel gestiftet"( 1545) verlor derrömische Bischof diese Stellung in den Schriften der prote-stantischen Schriftsteller nicht mehr). 1557 veröffentlichteunser Musculus ,, Beyder Antichrist, des Constantinopolitanischenund Römischen einstimmige... Lehr, Glauben und Religion".")Und noch im Jahre 1664 wurde aus des schwedischen Se-kretarius Joh. Ulr. Wallichs 8) Buche über die türkischeReligion und Muhamets Leben ein weitläufiger Auszug
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S. 203.
1) 252 c, 3002 D, 2582 B; CI 2512b, CII 155 b. 2) 365 c.
3) 2112 B/ C, 1642 D/ E, 499 E.
4) cf. Vulpius, Kuriositäten III, 307.
5) cf. E. A. 21, 119 u. o.
6) cf. Bezold, Gesch. d. dtsch. Reformation S. 811.
7) Frankfurt a. O. 2. Auflage schon 1559 Erfurt cf. Spieker
8) Jöcher 4, 1788.