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Die Teufellitteratur des XVI. Jahrhunderts
Entstehung
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OSBORN

faren" 1) trefflich charakterisiert: Belzebock, von Lucifer aus-gesandt, um die sich leerende Hölle mit gottlosen Lands-knechten neu zu füllen, kehrt ganz ausser sich zurück, erbeschreibt sie:

Jr kleyder auff den wildesten sittenZerflambt, zerhawen vnd zerschnitten.Eins theyls jr schenkel blecken thettenDie andern gross weyt hosen hetten.Die ja biss auff die füss rhab hiengenWie die gehosten Dauber giengen.

Im Angesicht schrammet vnd knebelpartetAuff das aller wildest geartet

In summa wüst aller gestalt

Wie man vor jaren vns Teuffel gemalt.

Er meint zum Schluss:

Wilder leut Glossar ::: zum Glossareintrag  leut hab ich nie gesehen

In meinem Sinn so dauchte mich,Sie weren viel wilder dann ich

Vnser keiner sicher bei jn wer!"

und hat darum keinen in die Hölle mitgebracht. War hierschon die Gesellschaft der ,, frumben" Landsknechte dem Satangegenübergestellt worden, so wurden sie nun anch in dieTeufellitteratur hineingezogen und zwar von Ambrosius Pape,dem Pfarrer von Klein-Ammensleben im Magdeburgischen,,, Luetken Ammensleben", wie er es nennt. Sein Name ist unsaus der Geschichte des Dramas wohl bekannt. Er war 1553zu Magdeburg geboren und wurde am dortigen Gymnasiumder Schüler Georg Rollenhagens; seit 1577 bekleidete er seinePfarrstelle, trat aber 1608 in den Ruhestand und zog sich inseine Vaterstadt zurück, wo er 1612 starb 2). Schon in seinenDramen, die meist biblische Stoffe behandeln, wie sein David,Jonas oder sein Spiel von der Geburt Christi³), das nebendem Stück von Christoph Lasius die Quelle für Pondo'sBerliner Weihnachtsspiel von 1589 wurde 4), fehlen Teufels-1) Berl. Kgl. Bibl. Yg 9682. 2) ADB 25, 134/135.

3) Goedeke2 II, 367/8.

4) Bolte, Jb. d. Vereins f. ndtsche. Sprachforschg. 9, 97.