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Die Teufellitteratur des XVI. Jahrhunderts
Entstehung
Seite
145
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7. Öffentliches Leben.

Gerichtsteufel- EydteufelPestilenzteufel.

Schrapteufel- Hofteufel- Jagteufel

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Bettel- und Garteteufel

Ähnlich wie die Schriften, die soeben als eine Gruppetheologischer" Teufelbücher behandelt wurden, beschäftigtsich noch eine Reihe weiterer Traktate des Theatrum Dia-bolorum nicht mit einzelnen Sünden und Thorheiten desMenschen, sondern mit den Angelegenheiten des öffentlichenLebens.

Ein rein nationalökonomisches Buch kann man den um-fangreichen ,, Schrapteufel" 1) von Ludwig Milichiusnennen, dem hessischen Pfarrer zu Homburg an der Ohm,den wir schon oben bei Gelegenheit der Besprechung seines,, Zauberteufels" kennen lernten.

Milichius sieht es mit Erbitterung, dass nachdem diedrückende Last der katholischen Ansprüche für die Kircheverschwunden, nun eine solche Schrapperey" der welt-lichen Obrigkeit eingerissen ist; er ist aber sehr vorsichtigund will nirgends Anstoss erregen; darum spricht er nur ,, ingemein", hat ,, mit vleis die Singularia verhütet" und hat seinBuch, damit es nur ja nicht ,, für ein Zunder einer Rebellionwerde ausgeschrieben werden", einem Fürsten und zwar seinemalten Gönner Volrad von Waldeck gewidmet. 2)

) ,, Schrapteuffel. Was man den Herrschaften schuldig sey. Wo-mit das Volck beschweret werde. Was solche Beschwerungen für Schadenbringen. Was die Schrift darwider zeuge. Wie Gott strafe, vnd mitwelchen Sünden sie das Volck verdiene. Alles auss heyliger Schriftmit fleiss tractiert vnd gebessert durch Ludouicum Milichium."( Vor-rede von 1556). Goedeke S. 481, N. 9,2. Im Theatr. Diab. alsN. 14: A 3702-415; B 319-3562; CI 2632-2952.

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2) siehe Vorrede.

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