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Die Teufellitteratur des XVI. Jahrhunderts
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OSBORN

keit und den Fürsten vor und schrieb einen Pfarr- undPfründbeschneiderteuft el..." 1)

Marstaller setzt umständlich die Bedeutung des Pfarrersfür das Leben des einzelnen Menschen auseinander und schildertmit behaglicher Breite, wie der Geistliche von der Wiege biszur Bahre fortwährend unentbehrlich sei. An dieser Wich-tigkeit der Stellung der Prediger wird dann die Frevelhaf-tigkeit gemessen, mit der sie oft behandelt werden. ZahlreicheExempel werden zusammengestellt aus allen Zeiten und Völkernvon gottesfürchtigen Fürsten, welche die Priester gut, und vongottlosen, die sie schlecht behandelt haben. Er schildert dannin dem Kapitel ,, Was ist nun der Lohn der Diener Gottes"? 2),wie die frevelhaften Grossen seiner eigenen Zeit sich gegendie Geistlichkeit verhalten, wie sie die goldenen Kelche undLeuchter durch vergoldete aus Kupfer ersetzen 3), wie sie,.stellen jnen etwa einen Jaghund in das Haus 4) und, wennder Herr will hetzen reiten, muss der Pfaff auch unter andernHundsbuben mit seinem Schweinhetzer vorhanden sein imJagen." Aber neben dem Tadel der Sünder geht auch stetsein warnender Appell an die Geistlichkeit, trotz allem ihrePflicht zu thun und tapfer auszuhalten.

1). So vnter dem heiligen Euangelio sich auss der vnterstenOrten der Erden, in diesen letzten Zeiten herfür gethan; Vnd bey dengewaltigen Potentaten dieser Welt täglichst eynreitet. Was grossenSchadens er dem heiligen Euangelio zufüget. Auch was sich die Dienerdess Euangelij vnter jm müssen leiden. Auch was für Belonung grosseHerren, so diesen Teuffel zur Herberg auffnehmen, müssen gewertig seyn.Beschrieben durch ,, Chr. M." Im Th. Diab. C II( No. 7) 1192-129.2) C II 1262a ff. ³) 1272a ff. 4) 127 b.