THEOLOGISCHES.
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Mit der gleichen Begeisterung und der gleichen Wut wiedie ,, Böse Sieben" ist auch der ,, Sakramentsteuffel"von Johannes Schütz geschrieben. Der Verfasser dieserSchrift ist nicht identisch mit dem bekannteren JohannesSchütz aus Halle, der von 1577 bis zu seinem Tode 1580 inWittenberg die Stelle eines Professors und Kanzlers derAkademie inne hatte, der ebenfalls ein Todfeind der Refor-mirten war und auch litterarisch des öfteren gegen sie vor-ging 1). Unser Schütz unterzeichnet sich 1580 in seiner anden brandenburgischen Kurfürsten Joachim Friedrich gerich-teten Dedikation als Pfarrer zu Riestedt bei Sangershausen.
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Sein dickleibiges Buch 2), dem ein kurzes, empfehlendesSendschreiben Selneckers damals Superintendent in Leipzigvorausgeht, ist ein äusserst interessantes Zeugnis von demfanatischen Kampf zwischen den Lutheranern und den Geg-nern der lutherischen Abendmahlslehre oder„ Sakramentirern",wie sie auf jener Seite insgemein genannt wurden. Schützschreibt von Anfang bis zu Ende mit einer unermüdlichenKraft, und mit einer unerschütterlichen Consequenz im Glauben.Seine Sprache ist flüssig und wohlklingend, die Worte sprudelnihm nur so aus dem Munde, und wenn er auch partienweise ineine unerlaubte Breite fällt, sich öfters wiederholt und im Kreiseherumdreht, ist er doch nie eigentlich langweilig. Er beherrschtdie riesenhafte Kampflitteratur der Parteien völlig und giebt,nicht im Zusammenhang, sondern auf die einzelnen Abschnitte
1) Jöcher IV, 373.
2) ,, Serpens antiquus. Die alte Schlange, das ist der SacramentsTeuffel, der sich in diesen letzten fehrlichen Zeiten mit 37 seiner für-nembsten Adiuuanten oder Obersten aus dem hellischen Reich, öffentlichins Feld gelegt, die reine euangelische Lutherische Lehre, fürnemlichvom Nachtmahl des Herrn vnd erhöhung seiner Menschlichen Natur umbzustossen vnd dagegen den Sacramentschwarm auffzurichten, vnd dieserLande Kirchen vnd Schulen, verschlagener vnd tückischer weise zu ver-führen willens. Dem Sohn Gottes zu Ehren und allen frommen Christenzur warnung, eigentlich vnd deutlich entworffen vnd beschrieben durchGoedeke S. 482 No. 27. ImJohan Schütz, Pfarrern zu Rhiestedt."Th. Diab. CII( No. 12.) 204-264.
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