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Die Teufellitteratur des XVI. Jahrhunderts
Entstehung
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THEOLOGISCHES.

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lich durch einen frischen, volkstümlichen, nach der Lektüredes Sabbathteufels überraschenden Ton auszeichnen. MancheNummern wie ,, Jacob, der ward von Hertzen fro" und", Esist gantz nahe der jüngste Tag" sind nicht unbekannt ge-blieben, einige ,, Kinderlieder", die zwischen den ursprüng-lichen lateinischen Versen interlinear die deutsche Reimüber-setzung bringen, sind ganz hübsch geraten, und eine Fort-setzung zu Johann Walther's überall gesungenem ,, Herzlichthut mich erfrenwen die liebe Sommerzeit", die er 1562dichtete, war ihm trefflich gelungen.

Während nun die Bücher des Fabricius und des CasparFaber immerhin noch Fühlung mit der Teufellitteratur hatten,welche Sünden und Misstände bekämpfte, fallen 2 Teufel-schriften ganz und gar aus dem Rahmen heraus. Sie führenuns in die wütenden theologischen Kriege der Zeit und ge-hören mit zu der Riesenzahl der Bücher, welche den streitendenParteien im leidenschaftlichen Kampf um das Dogma alsWaffe dienten, und die mit der eigentlichen didaktischenLitteratur nur ein sehr dünner Faden lose verknüpft.

Das ältere dieser Bücher ist der schon erwähnte TraktatCyriacus Spangenbergs ,, Wider die bösen Sibenins Teuffels Karnöffelspiel" 1).

,, Karnöffel" war ein im 15. und 16. Jh. allgemeinverbreitetes und äusserst beliebtes Kartenspiel 2). Es brachteeine interessante Abwechselung durch den originellen Ge-danken, die niederen Karten über die höheren zu stellen:die Drei stach den Ober, die Vier den Unter, die Zwei denKönig; höher stand die Zehn, dann die Sechs, und alle stachder ,, Karnöffel": ,, man hat erdacht Karnöffelspiel, da stechendie mindern die merern vnnd die vnder die obern," sagteGeiler von Kaisersberg 3). Nur die Sieben konnte der Kar-

1) Goedeke 480. No. 6,1.

2) cf. J. Voigt in Raumers histor. Taschenbuch 1838. S. 402 ff.-Deutsches Wörterbuch 5. Bd.( Rud. Hildebrand) Sp. 220f.

3) Geiler, Die Brösamlin 1517. I, CIX.

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