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OSBORN
Frechheit und Trotz. Eine lange Reihe von Beispielen solldie guten Lehren illustrieren. Auch die Männer werden zumSchluss ermahnt, ihre Gattinnen gut zu behandeln.
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Schmidts ungalantes Gepolter fehlt bei Schubart völlig,und der Haussteuffel" bleibt, wie Roethe mit Recht hervor-hebt, von einzelnen Längen im zweiten Teil abgesehen, stetseine Dichtung von behaglichem Humor.
Trotz aller Vorzüge indessen nahm Feyerabend dieSchrift, die noch dazu aus seinem Verlage hervorgegangenwar, in das Theatrum Diabolorum ebenso wenig auf wieSchmidt's ,, Zehen Teuffel". Entweder er schloss die poetischenTeufelbücher prinzipiell aus und machte nur bei Chryseus'Hofteufel eine Ausnahme, weil er der älteste war, oderSchmidt's Buch war ihm entgangen, und den„ Haussteuffel",von dem er 1569 bereits die 3. Auflage herstellen konnte,hielt er allein für wirksam genug. Statt dessen liess er imTheatrum dem Eheteufel den Hurenteufel folgen, so dassnun diese beiden( No. 11 und 12) nach dem in der Einleitungausgesprochenen Ordnungsprinzip( siehe S. 37) das Toben desSatans gegen das 6. Gebot darstellen.
Der Teufel der Hurerei ist sehr alten Ursprungs. Nebender biblischen Tradition, der Hochmut sei die Ursache desEngelsfalles gewesen, steht die des Buches Henoch( cap. 6 fg.),die sinnliche Lust habe Azazel( oder später Semaja) mit denbösen Engeln gestürzt ¹), und im Buch Tobias( 3,8; 6, 15;8, 1 ff.) begegnet uns der Dämon Asmodi, der in sinnlicherGlut für Sara, Raguels Tochter, entbrannt ist, ihre siebenMänner tötet und nur von dem Erzengel Raphael gebändigtwerden kann. Asmodi, nach Alex. Kohut 2) aus dem persischen,, Aeshma" entstanden, bedeutet selbst„ der heftig Suchende❝der ,, Begehrende"; er erscheint als Geist der Wollust auchim Talmud( Gittin 68, 1), wo ihn eine Erzählung mit König
1) Schenkel, Bibel- Lexikon I, 265.( Fritzsche).
2) Ueber d. jüdische Angelologie und Dämonologie in ihrer Ab-hängigkeit vom Parsismus. S. 72 ff.