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Die Teufellitteratur des XVI. Jahrhunderts
Entstehung
Seite
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5. Ehe und Familie.

Eheteufel- Zehn Weiberteufel Hausteufel

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Gesindeteufel.

Hurenteufel

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Der Kampf Luthers und seiner Anhänger gegen denCoelibat, die protestantische Auffassung, die im schroffstenGegensatz zum katholischen Keuschheitsideal die Ehe als einegöttliche Einrichtung ohne Ausnahme unbedingt forderte, undden Ehestand als einen Grundpfeiler der christlichen Welt-ordnung betrachtete, fand in der Litteratur mächtigen Wieder-hall. Bereits 50 Jahre vorher hatte Albrecht von Eyb durchseine lateinischen Opuscula über die Ehe und besonders durchsein deutsches ,, Ehebüchlein", das 1472 erschien, eine Anregungdazu gegeben, das eheliche Leben gründlicher und ernster zubehandeln, als dies bisher geschehen war 1). Die wachsendeRohheit des 15. Jahrhunderts hatte ja auch das weibliche Ge-schlecht auf dem Altar des neuen Heiligen St. Grobianus ge-opfert, und der brutalen Behandlung, welche die volkstümlicheLitteratur den Frauen zuteil werden liess, trat die frivole derHumanisten zur Seite. Der reformerische Eyb und der revo-lutionäre Luther mit seinen Nachfolgern, Lienhart Culmann,Erasmus Alberus u. a., begründeten nun im Gegensatz hierzu eineneue Ehelitteratur, die sich in ehrlichem Kampf gegen Buhlereiund Unsittlichkeit wandte, die friedliche Ehe pries, das Familien-leben feierte, und welche, um bessernd zu wirken die Pflichtender Gatten gegen einander, die Stellung der Kinder und desder Familie zugerechneten Gesindes mit liebevoller Sorgfaltuntersuchte 2). Freilich war der weiberfeindliche Glossar ::: zum Glossareintrag  weiberfeindliche Ton darum

1) cf. Max Herrmann, Albr. v. Eyb und d. Frühzeit des dtsch.Humanismus( Berlin 1893). S. 329 ff.

2) W. Kawerau, Lob u. Schimpf des Ehestandes in der Litt. d.16. Jh. Preussische Jahrbücher 69, 759-81. Ders., die Reformationund die Ehe 1892. S. 64 ff.

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