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OSBORN
trew, Freundtlich", welche den Teufeln nachhinkt, ist äusserstöde und farblos. Die Ungeschicklichkeit, die Schmidt in derBehandlung der Reimpaare verrät, konnte hier nicht wie imersten Teil durch die Kraft und den herzlichen Zorn desAusdrucks verdeckt werden; auch die bequeme Technik, ganzeVerse aus den ,, Teufeln", deren Sinn durch einen kleinenZusatz ins Gegenteil verkehrt wurde, hier anzubringen, warnicht geeignet, diesen Abschnitt zu beleben. Die Beschreibungder Tugenden nach den Lastern musste langweilig wirken,und Schmidt selbst scheint keine rechte Freude an den gutenWeibern Glossar ::: zum Glossareintrag Weibern gehabt zu haben; denn er widmet ihnen nur 14Seiten, während er für die bösen 24 brauchte.
Weit geschickter als Schmidt in der Behandlung desStoffes wie der poetischen Form zeigte sich Adam Schubartin seinem ,, Haussteuffel" 1). Über diesen Schriftsteller ist unsnichts überliefert, und von seiner sonstigen litterarischen Thätig-keit nur bekannt, dass er ein Buch ,, Vom gähligen Tode; ingleichenvon denen, die sich selbst erwürgen", veröffentlichte 2). Jeden-falls war er ein eifriger Lutheraner; seine Heimat werdenwir wohl in Mitteldeutschland zu suchen haben 3). Schubartkannte zwar seinen Vorgänger Schmidt gegen den er sich
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im Vorwort ausdrücklich wendet ebenso wie Franck undandere, die sich früher mit den Lastern der Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag Weiber beschäftigthatten, recht gut, indessen er benutzte sie fast gar nicht.Dagegen schloss er sich wohl an Musculus' Eheteufel, den erfreilich nirgends erwähnt, enger an, wie schon der genauereTitel vermuten lässt:„ Haussteuffel, das ist der MeisterSiemann, Wie die bösen Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag Weiber jhre frommeMänner vnd wie die bösen leichtfertigen Buben
1) Luther meinte( Jen. 6[ 1578], 158 a): wenn ein Fürst„ alleFeinde umb und umb überwunden hat( wie Hercules) so kann er dochzu letzt den Hausteufel, den einheimischen Feind nicht überwinden.cf. dtsch. Wörterbuch IV, 2, 692.
2) Es erschien Erfurt 1563. Görlitz 1565.
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3) cf. Roethe ADB. 32. Band.
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