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OSBORN
als wenn am morgens ein Polnischer Bauwer auss dem Stroherfür kraucht: oder als wenn ein solcher Mann oder jungerGeselle allererst von einer Ketten entlauffen were: oder alswenn der Teuffel jn hinderwertz durch einen Zaun gezogenhette" 1). Die weiten Ärmel werden mit der Tracht derfrüheren Narren zusammen gebracht; die goldenen Ketten,die um den Hals lagen und auf die Brust herab hingen, mitdem Strick des Henkers, die abscheuliche Mode der, Gänss-bäuch" mit dem im Verfall begriffenen Erker eines Hausesverglichen.
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Die Kleiderdämonen gehören in das weite Gebiet des,, Hoffahrtsteufels" 2), dessen Macht und Ränke JoachimWestphal 3), der Verfasser des„ Faulteufels" weitläufigbeschrieb. Der Titel seines Buches lautete: Wider denHoffarts Teuffel, der jetziger zeit solchen pracht, vber-mut, vnmass, vppigkeit vnd leichtfertigkeit in der Welt treibet,mit vberflüssiger vnd vnziemlicher Kleydung kurtz vnd ein-feltig Schulrecht. Von Frauw Hoffart vnd jhren Töchtern.sampt treuwer Warnung sich mit ernst für jnen zu hüten.M. Cyriacus Spangenberg" 4).
Es ist bezeichnend für die Nachlässigkeit der Feyer-abendschen Redaktion, dass sie diesen letzten Satz mit ab-druckte, während die Abhandlung selbst, welche im Einzel-druck dem Werke Westphals vorausging, wegfiel. So habendie Worte gar keinen Sinn, und es ist wunderbar, dass auchdie folgenden Auflagen keine Verbesserung bringen.
Spangenberg beschrieb in dieser ,, Vorrede", die selbstwieder ein kleines Buch für sich ist, nach kurzer Empfehlungder Schrift seines Schwagers, den Hofstaat der„ Frauw Hof-fart" mit ihren sieben Töchtern Jactantia, Praesumptio, Hypo-crisis, Pertinacia, Discordia, Contentio, Inoebedientia. Diese
¹) 58 a.
2) cf. Luther E. A. 59, 300.
3) Über Westphal siehe beim Faulteufel o. S.
4) Im Theatr. Diabol. A 424-5002; B 3642-4292; CII 1-56.