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Ist das jüdisch? : jüdische Volkskunde im historischen Kontext ; Beiträge der Tagung des Instituts für Jüdische Geschichte Österreichs und des Vereins für Volkskunde in Wien vom 19. bis 20. November 2009 im Österreichischen Museum für Volkskunde
Entstehung
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Margot Schindler,» Alter Jude, Ton, glasiert<<

alten Vorbildern akademisch sanktionieren zu lassen und mit>> Echtheits-zertifikat<< zu versehen, wird Viktor Geramb zugeschrieben.30 Sie war zuBeginn des austrofaschistischen Ständestaates, in der das bäuerlich Alt-hergebrachte sozusagen in der Luft lag, auch die richtige Geschäftsidee.

1938 kommt es zu einer weiteren» Episode«< im Verhältnis zwischendem Museum und der Familie Mautner. Ich zitiere hier nach Vorar-beiten von Birgit Johler für ein Forschungsprojekt zur Geschichte desÖsterreichischen Museums für Volkskunde im Zeitraum von 1930 bis1950, das seit April 2010 im Österreichischen Museum für Volkskundedurchgeführt wird.

>> Im August 1938 berichtete die Kanzleiangestellte Ida Schuster ih-rem in Tirol auf Sommerfrische weilenden Direktor, dass> durch dieN.S.D.A.P. bei der Fam. Mautner volkskundliche Gegenstände sicher-gestellt und ins Museum gebracht< ³¹ worden seien. Eine Bestandslis-te weist den Erwerb von 205 Inventarnummern aus dem Besitz AnnaMautner aus: Kästen, Truhen, Stühle, Tabakpfeifen, Trachtenfiguren,Trachtenskizzen, Abschriften von Liedern aus dem Salzkammergut undvieles mehr.32 Die Liste mit dem Hinweis auf den Kaufpreis über RM420, ist hier als Nachweis eines Verwaltungsprozesses einer erfolgten>> Arisierung<< zu lesen.

Im Februar 1939 sah sich Anna Mautner offenbar erneut gezwun-gen, Gegenstände aus dem Nachlass ihres Mannes zu veräußern. Dies-mal waren es überwiegend Radierungen, Lithographien, Ölbilder, diegegen eine Ankaufspauschale von RM 1.000,- ins Museum gelangten. 33Aus welchem Grund Anna Mautner diese Sammlung veräußerte bzw.veräußern musste und ob sie beide Summen erhalten hat, ist ungewiss.Die für die Unterschrift vorgezeichneten Felder sind nicht unterschrie-ben, ein Erhalt der Ankaufsbeträge somit nicht dokumentiert. Die Er-werbungsgeschichte nicht nur dieser Sammlung muss im Detail im Zuge

30 Gexi Tostmann: Die Liebe zum Ausseer Gwand. Konrad Mautner als Trachtenfor-scher. In: Schönfellinger( wie Anm. 24), S. 129.

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Ida Schuster an Arthur Haberlandt, 9.8.1938, ÖMV, Ktn. 24, Verwaltung/ Personal.Bestandsliste der aus dem Nachlass Konrad Mautner angekauften volkskundlichenGegenstände und Aufzeichnungen, 14.10.1938, ÖMV, Ktn. 25, Museum/ Ankaufvon Sammlungen.

Bestandsliste der von Anna Mautner aus deren freiwilligem Anbot angekauften Ge-genstände bzw. Trachtenbilder, ÖMV, Ktn. 25, Museum/ Ankauf von Sammlungen.

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