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Ist das jüdisch? : jüdische Volkskunde im historischen Kontext ; Beiträge der Tagung des Instituts für Jüdische Geschichte Österreichs und des Vereins für Volkskunde in Wien vom 19. bis 20. November 2009 im Österreichischen Museum für Volkskunde
Entstehung
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Christoph Daxelmüller, Hamburg, Wien, Jerusalem

1903 wechselte Grunwald nach Wien, wo er zunächst an der Syn-agoge in der Turnergasse und dann am Großen Gemeindetempel inder Wiener Leopoldstadt tätig und damit in der Wiener Rang- undHackordnung zweiter Rabbiner hinter dem Oberrabbiner in der Sei-tenstettengasse wurde. Der Vater seiner Ehefrau, Joseph Samuel Bloch( 1850-1923), wirkte als Rabbiner in Floridsdorf und Reichsratsabgeord-neter in Wien; bereits zuvor hatte er Kontakt mit der Wiener JüdischenGemeinde und der B'nai B'rith- Loge aufgenommen und anlässlich einesVortrags auch Sigmund Freud kennen gelernt.9 1917 hatte ein Brand denLeopoldstädter Gemeindetempel schwer beschädigt, und GrunwaldsAufgabe als neuer» Hausherr«< bestand nun darin, in schweren ZeitenSpenden für den Wiederaufbau einzusammeln.10

Mehrmals verbrachte Grunwald seinen Urlaub in Bad Nauheim ineinem koscher geführten Hotel. Dorthin schrieb ihm Hugo Hepdingvom Hessischen Verein für Volkskunde am 20. Oktober 1926 eine Post-karte; er bedankte sich für eine Auskunft, die Grunwald ihm gegebenhatte, und bedauerte, dass er ihn während seines Aufenthaltes in BadNauheim nicht in Gießen besucht habe." Hepding gehörte zu den weni-gen nichtjüdischen Volkskundlern, die mit Grunwald korrespondiertenund sich dabei nicht nur auf den Erwerb oder den Austausch der>> Mit-teilungen der Gesellschaft für jüdische Volkskunde<< beschränkten. 12

1911 beteiligte sich Grunwald mit einer» Jüdischen Abteilung<< ander Internationalen Hygiene- Ausstellung in Dresden. 13 Die Vorarbeit

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Wissenschaftliche Beiträge der Universität Hamburg zur Ausstellung» VierhundertJahre Juden in Hamburg«(= Die Geschichte der Juden in Hamburg 1590-1990, 2).Hamburg 1991, S. 361-382.

Grunwald widmet dieser Begegnung einen Abschnitt in seinen» Kapitlekh fun anOytobiografiye<<( YIVO Bleter 36, 1952, S. 241-251[ jiddisch]).

10 JNUL Jerusalem, Nachlass Dr. Max Grunwald, 4° 1182/ IV: 1( Index zum Zeich-nungsbuch. Komité für den Wiederaufbau des Leopoldstädter Tempels).

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JNUL Jerusalem, Nachlass Dr. Max Grunwald, 4° 1182/ 2-4.

So richtet z.B. Prof. Dr. Arthur Haberlandt, Museum für Volkskunde Wien, mitSchreiben vom 22. April 1926 die Anfrage an Grunwald, ob er nicht die»> WienerZeitschrift für Volkskunde« mit dem» Jahrbuch für jüdische Volkskunde<< tauschenkönne; JNUL Jerusalem, Nachlass Dr. Max Grunwald, 4° 1182/ 2-4.

13 Christoph Daxelmüller: Wiener jüdische Volkskunde. In: Österreichische Zeit-schrift für Volkskunde 90/ XLI, 1987, S. 209-230; ders.: Jüdische Museen- Jüdi-sches in Museen. Anmerkungen zur Geschichte der jüdischen Museologie. In: Bern-ward Deneke( Hg.): Dokumentation und Darstellung der Geschichte und Kultur derJuden im Museum. Referate der Arbeitstagung der Arbeitsgruppe Kulturgeschicht-

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