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Erb.gut? : kulturelles Erbe in Wissenschaft und Gesellschaft ; Referate der 25. Österreichischen Volkskundetagung vom 14. - 17.11.2007 in Innsbruck
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Islamisches London, Paris und

so weiter

Kolonialer und postkolonialer Kulturtransfer und seinetouristische Verwertung

Burkhart Lauterbach

Das britische London" und das, französische Paris", nicht nur Metropolen der Ersten, son-dern auch[...] der sogenannten, Dritten Welt Glossar ::: zum Glossareintrag  Welt", kann man nach Edward W. Said nichtlosgelöst von dort wirksamen indisch- subkontinentalen beziehungsweise algerischen Kräftenbetrachten, welche ihrerseits qua Kolonialismus europäisch geprägt seien². Da ebendort aucheine touristische Wirklichkeitsvermittlung stattfindet, dient mir Saids These als Ausgangs-punkt, die einschlägige Auswertung bestimmter kolonialer und postkolonialer Kulturtransferszwischen der islamischen Welt und Westeuropa genauer zu überprüfen.

Kulturtransfers, also konkrete Selektions-, Vermittlungs- sowie Rezeptionsprozesse³, laufeneinseitig oder gleichzeitig reziprok oder phasenverschoben reziprok ab; sie geschehen intrakul-turell, also überregional, regional, lokal, individuell, oder interkulturell, also grenzüberschrei-tend; übertragen werden Kapital, Dinge, Medien, Bilder und Texte, Informationen, Ideenund Diskurse, Handlungskonzepte und Praktiken, schließlich Bedeutungen. Im konkretenFall beziehe ich mich auf die Übertragung von islamischer Kultur auf nicht- islamische Gesell-schaften, auf Beiträge zur Internationalisierung dortiger einheimischer Kultur.

1 Andreas Ackermann: Das Eigene und das Fremde. Hybridität, Vielfalt und Kulturtransfers. In: FriedrichJaeger u. Jörn Rüsen( Hg.): Handbuch der Kulturwissenschaften. Bd. 3: Themen und Tendenzen. Stuttgartu. Weimar 2004, 139-154, hier: 140.- Vgl. Paul White: The Migrant Experience in Paris. In: Günther Glebeu. John O'Loughlin( Hg.): Foreign Minorities in Continental European Cities.( Erdkundliches Wissen, Bd.84). Stuttgart 1987, 184-198, hier 184: ,, Paris has the largest immigrant population of all mainland WesternEuropean cities and it is also one of the leading cities in terms of the proportionate importance of theimmigrant element in the total population.[...]. The city that closest approaches the immigrant levels ofParis is London".- Claus Leggewie: Alhambra. Der Islam im Westen. Reinbek 1993, 50: ,, Frankreich ist( nebenGroßbritannien) das Land, in dem der Islam im Westen am frühesten und mächtigsten präsent war[...]".Edward W. Said: Culture and Imperialism. London 1994, 15/16.- Vgl. ders.: Orientalism( 1978). London 2003.Hans- Jürgen Lüsebrink: Kulturraumstudien und Interkulturelle Kommunikation. In: Ansgar Nünning u.Vera Nünning( Hg.): Konzepte der Kulturwissenschaften. Theoretische Grundlagen, Ansätze, Perspektiven.Stuttgart u. Weimar 2003, 307-328, hier 318.

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Vgl. Burkhart Lauterbach: Beatles, Sportclubs, Landschaftsparks. Britisch- deutscher Kulturtransfer.( Kulturtransfer, Bd. 1). Würzburg 2004, 14.- Lüsebrink 2003( wie Anm. 3), 318.- Waltraud Kokot: Diaspora,Lokalität und Stadt. Zur ethnologischen Forschung in räumlich nicht begrenzten Gruppen. In: dies., ThomasHengartner u. Kathrin Wildner( Hg.): Kulturwissenschaftliche Stadtforschung. Eine Bestandsaufnahme.( Kulturanalysen, Bd. 3). Berlin 2000, 191-203, hier 191.- Ulf Hannerz: Kultur" in einer vernetzten Welt.Zur Revision eines ethnologischen Begriffs. In: Wolfgang Kaschuba( Hg.): Kulturen, Identitäten, Diskurse.Perspektiven europäischer Ethnologie.( Zeithorizonte, Bd. 1). Berlin 1995, 64-84, hier 68-73.

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Burkhart Lauterbach: Kulturtransfer. Die Internationalisierung einheimischer Lebenswelten. In: EthnologiaEuropaea, Bd. 32, 2002, 57-67.- Vgl. Hannerz 1995( wie Anm. 4), 78/79: Der Autor plädiert im Fall der

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