Czällä( Zeil): Zacharias Priger; Neudorf: Christian Chur; Sabath: AndreasHoffmann, Ferd. Weiß, M. Azenberger, Paul Ofner; St. Johann: Jani Wachzl;St. Georg: K. Hirnsdorfer; Schoßberg: Georg Bischof, Veit Habermil; Strässy:Hans Rath, Math. Rath; Ziffer: Joh. Fränzl; Schandorf: A. Andre, V. Schle-zer; Schweinsbach: Jacob Klamphueber; Ungeraiden: Lorenz Pauer. Einealte Fleischerfamilie in Malacka waren die Roßkopf.
Die deutschen Bäcker der Slowakei gehörten der Hauptlade in Gaweins-tal an. 1690-1767 sind im„ Meisterbuch der Peckhenhandtwerch in Gauners-dorf" verzeichnet: Groß- Schützen: Johann Schmidt, Mathias Räbel, FranzPeyty; St. Johann: Mathias Wolfling( Habaner), Paul Rausch; St. Georg:Paul Rausch, Johann Walkinger; Gairing: Johann Mährer; Schoßberg: Mi-chael Peitl, Johann Scherff, Mathias Edl, Michael Peyerl; Maria Thal: MichelOberhofer; Theben: Michl Gaupper, Johann Laurer, Leonhart Rogenhofer;Malacka: Johann Maurer, Tobias Wirth. Auch die Bäcker des slowakisiertenHohenau waren Deutsche: Häring, Resner, Stainböck, Paßner, Pochzelt, Sel-mann, Kleiner.Im Meisterbuch der Müller in Mistelbach finden sich nurdie Müller von St. Johann: Carl Joan Schein 1762 und Georg Ebner 1801,doch gab es noch andere deutsche Müller in der Slowakei, z. B. die FamilieKaider( aus Hausbrunn stammend), von der Hans Kaider aus Breitenbrunnim Jahre 1586 seine Mühle in Drösing an die dortige Gemeinde um 160 Talerverkaufte.
Da alle anderen Meisterbücher verloren gegangen sind, können wir nurvermuten, daß auch die übrigen Handwerksmeister in den niederösterrei-chischen Zunftladen eingeschrieben waren. So war es bei der Fischerlade inMarchegg, wo sich auch die Hauptlade der Wagner befand, und bei derHalterzeche in Orth, der die Halter von sechzig Orten, auch aus der Slo-wakei angehörten. Die Viertelmeister kamen auch jedes Jahr nach Hohen-au 125). Der Herrschaft Orth hatte jeder Halter im 15. Jahrhundert 2 Gul-den 6 Kreuzer zu zahlen und jährlich ,, am Tag Colmani( 13. Oktober)" einSchwein zu liefern 126). Zu Orth war auch eine Zimmermannszunft. Die übri-gen Zünfte hatten ihren Sitz in Marchegg( Fischer, Wagner, Schuster u. a.)und in Zistersdorf( Schmiede, Binder, Weber u. a.).
c) Die Habaner
Eine besondere Rolle unter den Handwerkern des 16. bis 19. Jahrhun-derts spielten die Habaner. Ihrer religiösen Überzeugung entsprechend, dafnur ein tätiges Leben Gott wohlgefällig sei, waren sie nicht nur als eifrigeBauern und Gärtner ein Vorbild für ihre Umgebung, sondern genossen auchals fleißige und geschickte Handwerker einen guten Ruf. Manche von ihnenwaren weit über die Grenzen ihrer Heimat bekannt, so z. B. Michael Beer,der in Poysdorf das Maurerhandwerk lernte und ein berühmter Baumeisterwurde 127). Beer war aus Vorarlberg eingewandert, woher viele Wieder-täufer stammten; Namen wie Huter, Rausch, Ebenauer, Oppenauer, Wolf,Richter, Dietl u. a. zeugen noch davon. Der gute Ruf, den die Habaner alsHandwerker und Lehrmeister besaßen, bewirkte es, daß noch um die Mittedes vorigen Jahrhunderts Handwerker aus dem Weinviertel und March-feld ihre Söhne zu ihnen in die Lehre gaben.
Die Habaner waren als Töpfer, Fleischhauer, Messerschmiede, Hut-macher, Tischler und Zimmerleute bekannt. Erst später wandten sie sichausschließlich dem Schuster- und Schneiderhandwerk zu. Berühmt wurden
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