ler, Smid, Hafner, Chramer, Pinter, Ledrer, Cholmann; in Neulichtenwarth( St. Ulrich) Zistler( Korbflechter), Zimmermann, Mulner und Herter.
Einen Schmied, Wagner, Schuster, Schneider wird es wohl in jedem Ortgegeben haben; daß sie hier nicht in allen Orten aufscheinen, zeigt, daßsich damals die Berufsnamen nicht mehr durchaus mit dem Berufe deckten.So wird man den Schmied, Schuster und Schneider, die in Rabensburg nichtmit Namen erscheinen, unter den Hofstettern Peter, Purel, Guwizer suchenmüssen. Jedenfalls zeigt das Handwerk schon eine erstaunliche Mannigfal-tigkeit. In Brodské( Slowakei) gab es neben einem Gerber sogar einen Ham-merschmied.
In der Stadt war die Zahl der Handwerker natürlich bedeutend größer,so auch die der Handwerkernamen. In Feldsberg gab es um 1400 3 Bader,3 Bäcker, 1 Binder, 1 Bogner, 1 Drechsler, 3 Fleischhacker, 1 Fragner, 2 Har-rasser( Wollweber), 1 Hanifler( Seiler), 1 Kanndler( Kannenmacher, Speng-ler), 1 Kellner( Kellermeister), 3 Krämer, 3 Kürschner, 4 Lederer, 1 Lein-weber, 1 Mälzer, 1 Müllner, 1 Panczirman( Panzerschmied), 1 Pfeifer, 2 Sche-rer( Barbier), 4 Schmied, 5 Schneider, 5 Schuster, 5 Weber, 1 Zimmermann.Natürlich gab es auch hier noch mehr Gewerbetreibende, die schon einenanderen Namen trugen, so waren es in Wirklichkeit nicht nur 3 sondern9 Fleischhacker. Wir könnten also die Zahlen ungefähr verdoppeln, um einrichtiges Bild des Handwerkerstandes zu erhalten. Dabei war gerade dasFleischerhandwerk damals schon in Rückbildung begriffen, wie aus einerNotiz hervorgeht: die alten sprechent, ir( der Fleischbänke) sein etwenn( ehemals) wol 32 gebest, die andern sind öde."
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b) Deutsche Handwerker in der Slowakei
Die Fleischerzunft war im Mittelalter eine der angesehensten. Sie hatteihren Sitz in Mistelbach, und es gehörten ihr die Fleischhauer des ganzenViertels und die der Slowakei an. Sie hielt sich mit allen ihren Gesetzenund Gepflogenheiten bis ins 18. Jahrhundert; ihre Mitglieder lassen sich ausden Meisterbüchern ersehen 124).
Das eine wurde 1764 angelegt, ein früheres 1635, das, wie ein Vermerkbesagt, nach einem noch älteren angelegt worden ist. Die Fleischerzunft istschon 1414 erwähnt. Die Zugehörigkeit der Fleischhauer in der Slowakeireicht sicher in die Zeit der Kolonisierung durch die Weinviertler Deutschenzurück. Die Fleischhauer haben auch besonders lange ihr deutsches Volks-tum bewahrt, noch im 19. Jahrhundert schickten die Fleischhauer von Neutraihre Söhne auf„, Wechsel" ins Weinviertel, und die Viehmärkte in Groß-Schützen waren noch 1880 von deutschen Fleischern aus beiden Ländernbesucht.
Die Eintragungen im älteren Meisterbuch reichen von 1632-72, im neuensind keine slowakischen Orte mehr genannt, was sich nur daraus erklärenläßt, daß sich dort eine eigene Zunft gebildete hatte. Die Namen der Fleisch-hauer in der Slowakei von 1632-72 waren fast durchwegs deutsch: Breiten-brunn: Kaspar Kramer; Pernegg: Mathias Härtl; Gairing: Jakob Moser,Christian Walter( ein Habaner), Georg Breitenbicher, Georg Großer; Groß-Schützen: Paul Weiß, Mertl Röder, Mert Stadler, Hans Sixt d. Jüngere, HansSixt d. Ältere, Hans Pönast; Groß- Schenkowitz: Georg Drey; Hausbrunn:Georg Ayl; Klein- Schützen: Phillip Wei; Khierele( Kiripolz): Thomas Sixt;Kuchen( Kuchel): Zacharias Schmidt; Kapyex( Kuklo?): Mathias Weiß;
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